Während sich Marktbeobachter einig sind, dass die Abstufung der US-Bonität durch Fitch nichts über die politische Führung der USA aussagt, was nicht bereits bekannt sei, "scheinen die Anleger das Ausmass der möglichen Abwärtsbewegung am Markt testen zu wollen", sagt ein Händler. Immerhin haben einige Indizes zuletzt deutlich zugelegt, so dass einige Investoren in einem solchen Umfeld erst einmal Gewinne versilberten. Vor dem zum morgigen Wochenschluss anstehenden monatlichen US-Jobreport sei ohnehin mit einer gewissen Vorsicht am Markt zu rechnen.

Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI weist gegen 08.20 Uhr ein Plus von 0,06 Prozent auf 11'219,48 Punkte aus. Von den 20 SMI-Werten werden alle bis auf Swisscom und Alcon im Plus erwartet.

Dabei hat der Telekomkonzern Swisscom (-0,8%) den Gewinn im ersten Semester 2023 deutlich gesteigert. Grund für das Plus ist der Wegfall von Sondereffekten in Höhe von 82 Millionen Franken, die im Vorjahressemester für einen Taucher gesorgt hatten.

Zahlen hat auch noch der Personalvermittler Adecco (-0,2%) vorgelegt. Die Gruppe ist nach dem guten Start ins Jahr 2023 auch im zweiten Quartal gewachsen und hat weitere Marktanteile dazugewonnen. Demgegenüber sind die Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr tiefer ausgefallen.

Noch verschnupfter reagieren Investoren in der zweiten Reihe auf die Zahlen vom Industriekonzern Oerlikon (-3,4%). Dieser hat im zweiten Quartal schwächer abgeschnitten als im Vorjahr und seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 gesenkt.

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