Am Berichtstag steht der Zinsentscheid der US-Notenbank im Fokus. Mehrheitlich wird davon ausgegangen, dass das Fed die Zinsen unverändert belassen wird. Wichtig für die Reaktion der Märkte wird sein, ob das Fed die konjunkturellen Risiken und damit die Entwicklung am Arbeitsmarkt oder die Inflationsrisiken höher gewichtet. Der kriegsgetriebene Anstieg der Ölpreis hatte zuletzt die Sorgen wegen einer steigenden Inflation angefacht.
Leichte Entspannung beim Ölpreis, Volatilität geht zurück
Nun hat sich der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent über Nacht aber auf gut 101 US-Dollar wieder etwas abgeschwächt. Die Onlinebank Swissquote verweist dabei auf ein Abkommen des Irak, das seine Ölexporte über die Türkei unter Umgehung der Strasse von Hormus wieder aufnehmen wolle, während gleichzeitig Saudi-Arabien die Exporte in Richtung Rotes Meer umzuleiten gedenke.
Die momentane Beruhigung zeigt sich auch am Volatilitätsindex VSMI. Dieser bleibt zwar auf einem erhöhten Niveau, sank zuletzt aber wieder auf unter 20 Punkte. Vor Ausbruch des Iran-Krieges schwankte er im Bereich zwischen 15 und 16 Punkten.
Die Bank Julius Bär berechnet den vorbörslichen SMI am Mittwoch gegen 08.15 Uhr 0,41 Prozent höher bei 13'015,00 Punkten. Dabei werden bis auf Logitech alle Blue Chips höher gestellt. Der SMIM steht 0,36 Prozent im Plus bei 2964,00 Punkten.
Mehrheitlich legen die Aktien im Bereich von +0,4 Prozent zu. Deutlicher sind die Aufschläge bei einigen zuletzt stärker abgestraften Aktien wie Richemont (+0,8 Prozent), Holcim (+0,9 Prozent) oder Sika (+1,0 Prozent). Auch die Finanzwerte UBS (+1,0 Prozent), Partners Group (+0,9 Prozent) oder Swiss Re (+1,0 Prozent) legen deutlicher zu.
Logitech (-3,0 Prozent) hingegen werden von einer Abstufung durch die UBS auf «Neutral» gebremst und Sonova (-3,2 Prozent) von einer Ratingsenkung durch Jefferies auf «Underperform».
Im breiten Markt ziehen Stadler Rail (+1,9 Prozent) nach Zahlen deutlicher an.
cf/ra
(AWP)

