Bevor am Nachmittag in den USA der monatliche Arbeitsmarktbericht das Marktgeschehen massgeblich beeinflussen wird, dürfte die nach wie vor laufenden Berichtssaison zunächst im Fokus stehen. Am Vorabend hatten in den USA die beiden Technologie-Schwergewichte Amazon und Apple mit ihren Zahlen für Licht und Schatten gesorgt. Während Amazon die Analystenerwartungen übertraf, enttäuschte Apple mit den iPhone-Umsätzen. Sollten die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag erneut stark sein, könnte dies die Hoffnungen auf eine Zinspause des Fed enttäuschen.
Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI gewinnt gegen 08.15 Uhr 0,21 Prozent hinzu auf 11'110,90 Punkte. Von den 20 SMI-Werten werden alle bis auf Sika und Swiss Re im Plus erwartet.
Damit werden die beiden Blue Chips, die am Morgen Zahlen vorgelegt haben, zunächst tiefer erwartet. Dabei hat der Rückversicherer Swiss Re im ersten Halbjahr 2023 wie erwartet deutlich mehr verdient als vor einem Jahr, als Turbulenzen an der Börse sowie Rückstellungen zum Ukraine-Krieg die Rechnung stark belastet hatten.
Und auch die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika ist in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld weiter gewachsen. Negative Währungseffekte und hohe Akquisitions- und Integrationskosten haben die Innerschweizer aber gebremst.
Derweil werden ABB oder auch die UBS mit vorbörslichen Kursgewinnen von jeweils 0,4 Prozent gestellt.
Am stärksten reagieren die Dufry-Aktien auf die vorgelegten Zahlen des Reisedetailhändlers, wie das Plus von 3,6 Prozent zeigt. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2023 massiv mehr umgesetzt. Die Profitabilität fiel im Rahmen des Vorjahres aus.
Klar positiv werden auch Basilea (+1,8%) erwartet, nachdem das Unternehmen in den USA einen Zulassungsantrag für eines seiner Schlüsselmedikamente eingereicht hat.
Derweil zeigen die Zahlen der beiden US-Techgiganten vorbörslich noch keinen nennenswerten Einfluss auf die hiesigen Branchenwerte.
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