Hierzulande geht die Berichtsaison zwar weiter. Allerdings ist zur Wochenmitte etwas weniger los als am gestrigen Dienstag und vor allem am morgigen Donnerstag. Dann steht bereits der Höhepunkt der hiesigen Saison an, mit Abschlüssen von Nestlé, Roche und gut einem Dutzend weiterer Firmen.
Der Krieg im Nahen Osten bleibt derweil ein Belastungsfaktor, doch die Investoren scheinen das aktuell auszublenden. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht auf Mittwoch erneut militärische Ziele im Iran angegriffen. Damit sollten die Möglichkeiten des Landes geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Strasse von Hormus anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando mit. Es ist die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen. Der Ölpreis stieg in der Folge weiter und notiert aktuell bei rund 92 US-Dollar pro Fass.
Daneben ist das Zoll-Thema definitiv zurück. US-Präsident Donald Trump kündigte in der Nacht Zölle in der Höhe von 100 Prozent auf die Einfuhr von Generika in die USA ab August 2028 an. Die Massnahme zielt seiner Aussage nach darauf ab, die Produktion von Arzneimitteln wieder in die USA zu verlagern. In den nächsten Tagen wird mit weiteren Zollankündigungen gerechnet, die erneut auch die Schweiz treffen könnten.
Lonza unter Druck
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI um 08.15 Uhr 0,19 Prozent höher bei 14'325,00 Punkten. Der Mid-Cap-Index SMIM legt ebenfalls in dieser Grössenordnung zu. Am Vortag hatte der SMI 0,31 Prozent gewonnen.
Bei den SMI-Titeln stehen Lonza nach der Zahlenvorlage im Fokus (-1,9 Prozent). Die Resultate werden von Analysten gelobt, allerdings hatte die Aktie zuletzt deutlich angezogen. Im Minus sind ansonsten bei den Blue Chips nur noch Alcon (-1,3 Prozent) und Logitech (-0,8 Prozent).
Schub dürfte der Gesamtmarkt hingegen von Nestlé erhalten, die nach einem positiven Analystenkommentar um 0,9 Prozent anziehen. Alle anderen SMI-Titel legen vorbörslich um 0,1 bis 0,2 Prozent zu.
Im SMIM werden VAT nach rekordhohen Bestellungen 2,0 Prozent höher erwartet, was auch positiv auf Comet (+1,7 Prozent) abfärbt. Aufwärts dürfte es auch mit dem Sonova-Titel (+4,6 Prozent) gegen, dem die UBS eine Kaufempfehlung aussprach.
Auf der anderen Seite büssen Sandoz wegen der Generikazölle vorbörslich 1,9 Prozent ein.
Noch stärker unter die Räder kommen am breiten Markt EFG (-2,9 Prozent) nach Zahlen.
rw/uh
(AWP)
