Auch laut dem iranischen Aussenministerium befindet sich eine gemeinsame Erklärung mit Oman zur Schifffahrt durch die Strasse von Hormus in der Schlussphase. Marktteilnehmer werten dies als weiteres Indiz für eine mögliche Übergangslösung, auch wenn eine offizielle Einigung weiterhin aussteht.

Entsprechend gaben auch die Ölpreise leicht nach. Der Markt preise eine Entspannung im Nahen Osten zwar zunehmend ein, sagte ein Händler. Der Preisrückgang basiere bislang aber vor allem auf Erwartungen. Ein Scheitern der Gespräche oder neue Zwischenfälle könnten die Risikoprämie rasch wieder steigen lassen.

SMI höher erwartet

Für den SMI berechnet die Bank Julius Bär gegen 08.15 Uhr ein Plus von 0,20 Prozent auf 14'580 Punkte. Nach drei Gewinntagen in Folge rückt damit das Rekordhoch der vergangenen Woche bei 14'656 Zählern wieder näher. Der Mid-Cap-Index SMIM wird ebenfalls um 0,20 Prozent höher bei 3197 Punkten erwartet.

Mit Swisscom, Swiss Re und Zurich haben gleich drei SMI-Unternehmen ihre Halbjahreszahlen vorgelegt. Vorbörslich deutlich gefragt sind Swisscom (+1,5 Prozent) und Zurich (+1,6 Prozent). Der Telekomkonzern sowie der Versicherer überzeugten mit ihren Resultaten zum ersten Halbjahr.

Einziger Verlierer unter den Blue Chips ist Swiss Re (-0,9 Prozent). Zwar steigerte der Rückversicherer den Gewinn deutlich, belastend wirken laut Analysten jedoch Aussagen, wonach sich der Preisrückgang im Rückversicherungsgeschäft bei den Vertragserneuerungen im Juni und Juli fortgesetzt hat.

Techwerte unter Druck

In der zweiten Reihe übertraf Oerlikon (+2,1 Prozent) die Erwartungen und hob die Jahresprognose an. Ebenfalls nach Zahlen klar im Plus notieren Adecco (+2,6 Prozent). Auch Galenica (+0,5 Prozent) tendiert nach erwartungsgemässen Zahlen etwas fester als der Gesamtmarkt.

Den stärksten vorbörslichen Anstieg verzeichnen Burckhardt (+3,9 Prozent), nachdem Kepler Cheuvreux die Aktie auf «Buy» hochgestuft hat.

Unter Druck stehen dagegen Technologiewerte. AMS Osram (-0,6 Prozent) und VAT (-0,9 Prozent) leiden unter den schwächeren Vorgaben aus Asien und einer verhalteneren Stimmung im Halbleitersektor.

an/ra

(AWP)