Für Verunsicherung sorgt weiterhin das internationale Geschehen und insbesondere die anhaltende Schliessung der Strasse von Hormus. Der Preis für Brent-Öl ist zuletzt über 110 US-Dollar gestiegen und hat damit innert Wochenfrist gut 16 Prozent zugelegt. Ohne eine Entspannung dürften Inflations- und Konjunktursorgen weiter wachsen, so Marktteilnehmer.

Im Fokus stehen zudem auch Notenbankentscheide. Die Bank of Japan beliess ihren Leitzins zwar unverändert, signalisierte jedoch eine tendenziell restriktivere Haltung. Experten werten dies als Hinweis darauf, dass sich die Phase erhöhter Energiepreise und deren Auswirkungen auf die Geldpolitik weiter hinziehen könnte.

SMI von Novartis belastet

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI gegen 08.15 Uhr mit 13'090 Punkten (-0,57 Prozent) klar tiefer. Am Vortag hatte sich der Leitindex mit einem ganz leichten Minus stabil gezeigt.

Von den 20 SMI-Blue-Chips werden aktuell 19 tiefer gestellt. Belastend wirkt das Schwergewicht Novartis (-3,1 Prozent). Der Pharmakonzern hat zum Jahresauftakt den dämpfenden Effekt durch Nachahmer-Präparate deutlich zu spüren bekommen und schwächer abgeschnitten als erwartet. Die Zielsetzung für das Gesamtjahr wurde indes bestätigt.

Einziger Gewinner sind Holcim (+1,4 Prozent) nach einer Kaufempfehlung durch CFRA. Die anderen SMI-Werte werden alle minimal tiefer gestelt.

Im breiten Markt brechen zudem Bucher (-4,6 Prozent) ein. Der Agrartechniker hatte für das erste Semester rückläufige Umsätze und Bestellungen gemeldet. Auch hier wurden die Erwartungen der Analysten klar verfehlt.

Demgegenüber ziehen die Titel des Verpackungsherstellers SIG (+5,4 Prozent) deutlich an. Dem Unternehmen gelangen mit den Q1-Zahlen gleich mehrere positive Überraschungen. Zu den wenigen Gewinnern zählen auch noch Ypsomed (+2,9 Prozent) nach einer Hochstufung durch Barclays auf «Overweight». Deutliche Verluste zeichnen sich dagegen beim Reisedetailhändler Avolta (-3,1 Prozent) ab, nach einer Rückstufung durch die UBS.

Auch heute werden diverse Titel ex-Dividende gehandelt, unter anderem Cembra (5,60 Fr.), SFS (2,50 Fr.), Siegfried (0,40 Fr.) sowie VP Bank (4,00 Fr.).

an/uh

(AWP)