Daher stünden auch Konjunkturdaten und Unternehmensergebnisse im Vordergrund. Vor den heute Nachmittag anstehenden US-Inflationsdaten dürften sich die Anleger wohl zurückhalten, heisst es weiter. Ausserdem beginnt heute in den USA die Bilanzsaison mit der Grossbank JPMorgan. Dabei legten die Anleger ihren Fokus vor allem auf die Aussichten der Unternehmen. Auch hierzulande nimmt die Ergebnissaison mit den Umsatzzahlen von Sika und Lindt & Sprüngli Fahrt auf. In den kommenden Tagen werden weitere Blue-Chip-Firmen über den Geschäftsgang informieren.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 8.15 Uhr um 0,28 Prozent tiefer bei 13'390,00 Punkten. Am Vortag hatte der SMI auf 13'433 Punkten ein neues Rekordhoch markiert und nur wenig darunter geschlossen. 18 der 20 SMI-Werte werden tiefer gestellt. Höher sind nur Logitech (+0,7 Prozent) und UBS (+0,2 Prozent).
Unter Druck stehen Sika (-1,6 Prozent). Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller hat 2025 einen Umsatzrückgang von 4,8 Prozent auf 11,20 Milliarden Franken verbucht. Gebremst haben negative Währungseffekte und der schwache chinesische Baumarkt.
Dagegen werden Lindt & Sprüngli PS (+1,0 Prozent) höher indiziert. Der Premiumschokoladehersteller hat dank Preiserhöhungen den Umsatz stärker als erwartet um gut acht Prozent gesteigert. Auch das organische Wachstum fiel stärker aus, als von Analysten geschätzt worden war.
Gefragt sind auch AMS Osram (+2,8 Prozent). Der Sensorenspezialist befindet sich in Gesprächen über den Verkauf bestimmter Geschäftsaktivitäten. Ziel sei ein Erlös von weit mehr als 500 Millionen Euro.
Dagegen macht den Aktien von VAT (-1,9 Prozent) die Ratingsenkung auf «Unterperform» von «Hold» durch Jefferies zu schaffen. Allerdings hat der Titel im noch jungen Jahr schon kräftig zugelegt.
Heute ist zudem der letzte Handelstag für Meyer Burger. Am morgigen Mittwoch werden die Aktien des Solarzulieferers, die während Jahren zu den Höhenfliegern an der Schweizer Börse zählten, dekotiert. Das Unternehmen litt in den vergangenen Jahren unter der Konkurrenz durch chinesische Billigimporte, dem Verlust wichtiger Kunden, dem Scheitern der Strategie sowie dem Ausbleiben staatlicher Unterstützung, was letztlich für den Zusammenbruch des Unternehmens sorgte.
pre/hr
(AWP)

