Als Belastungsfaktor könnten sich dagegen die neuerlichen Angriffe des Iran im Konflikt mit den Vereinigten Staaten erweisen. Die Ölpreise haben bereits reagiert und sind gestiegen. Erstmals seit dem vorläufigen Stopp der US-Angriffe auf Ziele im Iran haben Teherans Streitkräfte nach Darstellung des US-Militärs mehrere ballistische Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert.

Darüber hinaus setzt sich der Ausverkauf im Chipsektor weiter fort. In den USA gab der Techindex Nasdaq am Dienstag den fünften Handelstag in Folge nach. In Asien wurde am Mittwochmorgen der südkoreanische Chipproduzent SK Hynix abgestraft, nachdem der Konzern trotz Rekordgewinnen die Erwartungen der Experten verfehlte und zudem deutlich höhere Investitionen ankündigte. Nach US-Börsenschluss steht der Branche mit den Zahlen von Microsoft und Meta ein weiterer Stimmungstest bevor. Bereits am Nachmittag meldet sich der Chiphersteller Qualcomm.

SMI mit weiteren Rekorden

Für den SMI berechnet die Bank Julius Bär gegen 08.15 Uhr ein Plus von 0,30 Prozent auf 14'615 Punkten. Damit würde der Leitindex schon zu Handelsbeginn eine neue Bestmarke setzen. Ausser Logitech legen alle restlichen SMI-Einzeltitel zu. Der Mid-Cap-Index SMIM wird derweil um 0,18 Prozent höher bei 3132 Zählern erwartet.

Bevor Investoren sich den Zahlen zuwenden, werden sie ihren Fokus aber erst einmal auf die US-Notenbank richten, die nach dem europäischen Börsenschluss den Leitzins aller Voraussicht nach unverändert belässt. Die zweite Sitzung unter dem neuen Chef Kevin Warsh werde erneut spannend sein, nachdem er bei seiner Premiere überraschend falkenhaft geklungen hatte, heisst es in einem Kommentar.

UBS besser als erwartet

Hierzulande hat am Morgen die UBS (+1,1 Prozent) mit den Zahlen zum zweiten Quartal die Markterwartungen übertroffen. Angesichts der anhaltenden Unsicherheit im Zuge der Diskussion über schärfere Kapitalanforderungen ist die Grossbank mit ihrem Zeitplan für weitere Aktienrückkäufe allerdings zurückhaltend.

Noch stärker legen - allerdings ohne Zahlen - die Aktien von Richemont (+2,1 Prozent) zu. Für die Analysten von Kepler Cheuvreux bleibt der Luxusgüterkonzern der bevorzugte Wert, auch wenn sie Swatch (+2,6 Prozent) in einem Doppelschritt auf «Buy» von «Reduce» erhöht haben. Und auch bei Sika (+1,6 Prozent) hagelt es nach den am Vortag publizierten Zahlen massig positive Kommentare.

Das deutliche Minus beim Computerzubehörhersteller Logitech (-6,1 Prozent) führen Marktteilnehmer auf Probleme bei einem seiner Halbleiter-Zulieferer zurück. Denn an sich hat der Konzern einen starken Jahresstart hingelegt.

In den hinteren Reihen sind Autoneum (+3,6 Prozent) und Landis+Gyr (+1,1 Prozent) nach Zahlen gesucht. Bei Swissquote (+4,1 Prozent) stützt eine neu ausgesprochene Kaufempfehlung durch Goldman Sachs.

hr/to

(AWP)