Etwas Störfeuer kommt derzeit einzig von der US-Politik. Die US-Notenbank Fed veröffentlichte am Sonntag eine Erklärung, in der Fed-Chef Jerome Powell mitteilte, dass die Notenbank Vorladungen des US-Justizministerium erhalten habe. Es drohe eine Klage aufgrund der Renovierungsarbeiten des Fed-Hauptquartiers. Powell stellte aber ungewöhnlich deutlich klar, dass dies ein Vorwand sei. Vielmehr sei der Zweck, Einfluss auf die US-Geldpolitik zu nehmen.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 8.20 Uhr um 0,13 Prozent tiefer bei 13'405,00 Punkten. Am Freitagnachmittag hatte der SMI erstmals die Marke von 13'400 Punkten überschritten und auf dem neuen Rekordhoch von knapp 13'422 Zählern geschlossen. In der ganzen vergangenen Woche legte der hiesige Leitindex um 1,2 Prozent zu. Hätte das SMI-Schwergewicht Nestlé nicht fast 5 Prozent eingebüsst, wäre das Plus noch viel deutlicher gewesen.
Unter den 20 SMI-Titeln gibt es zumeist nur wenig Bewegung. 17 davon notieren vorbörslich im Rahmen des Gesamtindex leicht tiefer. Ausnahmen sind Amrize (+1,5 Prozent), Logitech (-1,8 Prozent) und Holcim (-1,1 Prozent). Erstere hatten bereits am Freitag nach den US-Daten deutlich zugelegt, bei Logitech hatten diverse Analysten-Kommentare für ein klares Wochenminus gesorgt. Und bei Holcim scheint eine Studie der Bank of America mit der Neueinstufung 'Neutral' nach zuvor 'Buy' etwas zu belasten.
Unternehmensnachrichten sind nur spärlich. Allerdings nimmt die Berichtssaison in der Schweiz in der neuen Woche langsam Fahrt auf. Mit Sika, Lindt&Sprüngli, Partners Group, VAT, Geberit und Richemont werden gleich sechs Blue Chips ihre Umsatzzahlen für das Gesamtjahr 2025 bzw. das vergangene Quartal vorlegen.
Im Fokus dürften heute erneut UBS (-0,1 Prozent) im Rahmen der Kapitaldiskussion stehen. Heute werden diverse Stellungnahmen im Rahmen der Vernehmlassung zur Kapitalunterlegung erwartet .
Für Interesse werden wohl auch weiter Nestlé (-0,1 Prozent) sorgen. Die Titel standen nach einem grösseren Produktrückruf fast die ganze letzte Woche unter Druck.
Im breiten Markt könnten SoftwareOne (-4,1 Prozent) unter Druck stehen, dies nachdem Morgan Stanley das Rating auf 'Underweight' gesenkt hat. Ausserdem hat Research Partner bei Swissquote (+0,9 Prozent) die Einschätzung auf 'Kaufen' erhöht. Bei Barry Callebaut fällt heute ausserdem die Dividende weg, was zumindest optisch zu einem klaren Minus führen dürfte.
uh/hr
(AWP)

