In Japan hat am Morgen nach Fed und EZB an den vorangegangenen zwei Handelstagen noch die Bank of Japan über ihre aktuelle Zinspolitik informiert. Sie will ihre Billiggeld-Politik künftig flexibler handhaben. Dies kommt, nachdem die Märkte mit Blick auf Fed und EZB davon ausgehen, dass diese nun erst einmal nicht weiter an der Zinsschraube drehen. Wichtig dürften in diesem Zusammenhang die im Tagesverlauf erwarteten Inflationsdaten sein.

Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI gibt gegen 08.15 Uhr um 0,18 Prozent nach auf 11'352,17 Punkte. Sämtliche 20 SMI-Werte werden zwischen 0,1 und 0,3 Prozent tiefer indiziert.

Das Hauptaugenmerk dürfte an diesem Tag auch eher dem SLI-Mitglied AMS Osram (+1,9%) gelten. Der Halbleiter- und Leuchtenhersteller unterzieht sich nämlich einer tiefgreifenden Restrukturierung. Das Unternehmen streicht im Halbleitergeschäft einen Geschäftsbereich und nimmt einen Milliardenabschreiber vor. Dies führt zu einem Riesenverlust. In einem ersten Kommentar bezeichnet Bernstein die Neuaufstellung als tendenziell positiv.

Der Sensorenhersteller ist denn auch das einzigen Unternehmen, das vorbörslich punkten kann. Sowohl Comet (-2,7%) als auch Forbo (-2,6%) sowie Clariant (-0,2%) werden nach Zahlen tiefer gestellt. Der Röntgen- und Hochfrequenzspezialist Comet hat den Abschwung in der Halbleiterindustrie voll zu spüren bekommen. Auch bei der Industriegruppe Forbo verlief das erste Semester schlechter als im Vorjahreszeitraum.

Beim Chemiekonzern Clariant war nach der Gewinnwarnung bereits bekannt, dass der konjunkturelle Gegenwind ihm zu schaffen macht.

hr/kw