Und die Frage, ob der gewaltsame Konflikt im Nahen Osten wie erhofft kurz gehalten werden kann, bleibt angesichts der anhaltenden Kampfhandlungen aller Seiten offen. Eine gewisse Unterstützung für das Sentiment kommt am Berichtstag von Äusserungen des US-Präsidenten, wonach er Öl- und Gastransporte in der Strasse von Hormus mit der eigenen Marine zu schützen wolle. Dies ist laut Börsianern auch der entscheidende Punkt bei der Frage nach der Entwicklung der Energiepreise. So schreibt etwa auch die LBBW in einem Kommentar, dass weniger die Ölförderung an sich, sondern der Transport durch die Strasse von Hormus entscheidend sei. «Sollte die Blockade der Strasse von Hormus über längere Zeit bestehen und damit Lieferengpässe bei Öl und Gas zunehmen, droht ein erheblicher Gegenwind für die Weltkonjunktur», so die Bank.

Der im Brennpunkt stehende Ölpreis hat in den vergangenen Stunden zwar wieder etwas angezogen, er notiert im Bereich von 83,90 US-Dollar je Barrel aber klar unter dem Höchststand vom Vortag im Bereich von 85 Dollar. Auch die Edelmetalle Gold und Silber kosten weniger als noch in der Spitze zu Beginn der Woche.

Die Bank Julius Bär berechnet den vorbörslichen SMI gegen 08.15 Uhr um 0,45 Prozent höher bei 13'465 Punkten. Von den 20 Einzelwerten sind alle im Plus, mit Aufschlägen von mehrheitlich im Bereich von 0,3 bis 0,5 Prozent.

Zurich (+0,9 Prozent) legen etwas deutlicher zu, allerdings haben die Titel am Vortag mit einem Minus von 6,7 Prozent auch massiv unter der allgemeinen Schwäche von Finanzwerten gelitten.

Alcon (+1,4 Prozent) erhalten von einer bestätigten Kaufempfehlung durch Goldman Sachs etwas Rückenwind, Sandoz (+1,3 Prozent) von positiven Kommentaren durch Berenberg und Kepler Cheuvreux und Temenos (+2,3 Prozent) von einer Aufstufung durch Barclays auf 'Overweight'.

DocMorris (-3,2 Prozent) hingegen werden von negativ aufgenommenen Zahlen der Online-Apotheke Redcare zurückgebunden.

cf/rw

(AWP)