Jedenfalls schwebt auch zu Beginn des neuen Monats grosse Unsicherheit über den Märkten. Diese Woche dürften die Anleger ihren Blick auch in Europa auf die Zentralbanken richten. Am Donnerstag werden die Europäische Zentralbank EZB und die Bank of England ihre Zinsbeschlüsse veröffentlichen. Es werden zwar keine Zinsänderungen erwartet, wohl aber Aussagen zu den aktuellen Entwicklungen an den Märkten. Zudem stehen mit mehreren Einkaufsmanagerindizes beidseits des Atlantiks und den US-Arbeitsmarktdaten auch wichtige Konjunkturzahlen in der Agenda. Zudem läuft die Berichtssaison auf Hochtouren. Hierzulande stehen die Banken im Fokus. Julius Bär hat heute Zahlen veröffentlicht, UBS folgt am Mittwoch. Gespannt sind die Anleger auch auf die Ergebnisse des Pharmakonzerns Novartis (ebenfalls Mittwoch).

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 8.10 Uhr um 0,67 Prozent tiefer bei 13'100 Punkten. Sämtliche SMI-Werte geben nach. Die Abschläge erstrecken sich von 0,3 Prozent für Swisscom bis 1,2 Prozent für ABB.

Vergleichsweise gut schlagen sich neben Swisscom noch die beiden Versicherer Swiss Life (-0,4 Prozent) und Swiss Re (-0,5 Prozent)) sowie Givaudan (-0,4 Prozent), Geberit und Nestlé (je -0,5 Prozent).

Auch sämtliche vorbörslich gehandelten nicht SMI-Werte werden tiefer erwartet. Dabei stehen die Technologietitel VAT (-1,5 Prozent), Comet (-1,4 Prozent) und Inficon (-1,2 Prozent) sowie der Medtech-Titel Tecan (-1,3 Prozent) ganz unten auf der Kurstafel.

Im Fokus aber stehen Julius Bär (kein vorb. Kurs). Die Vermögensverwaltungsgruppe weist 2025 wegen der im Jahresverlauf vorgenommenen hohen Kredit-Wertberichtigungen einen deutlich tieferen Gewinn aus als noch im Vorjahr. Die verwalteten Vermögen legten dank guter Aktienmärkte und weiterer Neugeldzuflüsse dagegen zu. Insgesamt haben «die Bären» damit den Marktkonsens beim Gewinn übertroffen und bei den verwalteten Vermögen in etwa erfüllt.

pre/uh

(AWP)