In einer ersten Reaktion kündigte China eine «vollständige Bewertung» der Lage an und forderte Washington auf, die «einseitigen Zollmassnahmen» aufzuheben. Die Schweiz und Europa bewerten ebenfalls zunächst die neue Lage, wobei Marktexperten davon ausgehen, dass sie weiter an den bestehenden Vereinbarungen festhalten werden. Unterdessen bleibt auch der Iran ein Schwerpunkt für Investoren. In der vergangenen Woche forderte Trump den Iran auf, eine Einigung über sein Atomprogramm zu erzielen, und warnte, dass andernfalls «schlimme Dinge» passieren könnten.

Die Bank Julius Bär stellt den SMI vorbörslich gegen 8.15 Uhr um 0,18 Prozent tiefer bei 13'835 Punkten. Am Freitag hatte sich der Leitindex mit seinem vierten Wochenplus in Folge aus dem Handel verabschiedet. Dabei lag die Wochenbilanz bei +1,9 Prozent.

Dass Investoren unsicher sind, zeigt sich etwa beim Bitcoin. Der Kurs der bekanntesten Kryptowährung fiel am Montagmorgen unter die Marke von 65'000 US-Dollar. Der Rückgang unterstreiche die erneuten Unsicherheiten hinsichtlich der Zölle, heisst es im Handel. Unter Druck ist auch der US-Dollar geraten.

Aktuell werden von den 20 SMI-Werten 16 im Minus und vier im Plus erwartet. Dabei tragen vorbörsliche Kursgewinne von jeweils 0,2 Prozent bei den defensiven Schwergewichten Nestlé und Novartis dazu bei, dass der SMI das Minus vor Handelsstart eingedämmt hat.

Mit -0,9 Prozent weisen Alcon derweil die grösste vorbörsliche Schwäche auf. Der Augenheilkonzern legt am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für 2025 vor.

Insgesamt sollten Investoren auch die Techbranche in den kommenden Tagen im Auge behalten. Im Wochenverlauf steht mit den Zahlen des Chip-Giganten Nvidia ein wichtiger Test für den gesamten Sektor an.

Nachrichten lieferte aus den hinteren Reihen Belimo (-3,3 Prozent). Der Hersteller von Antrieben, Ventilen und Sensoren für die HLK-Industrie hat am Morgen Jahreszahlen vorgelegt, die etwas unter den Erwartungen ausgefallen sind.

hr/ra

(AWP)