"Jetzt müssen die Unternehmen ihre zuletzt wieder gestiegenen Aktienkurse mit mindestens stabilen, im Idealfall gestiegenen Gewinnen rechtfertigen", sagt ein Analyst. Derweil machen sich manche Marktteilnehmer zunehmend Gedanken über den Einfluss des schwachen Dollar bzw. des starken Frankens auf die Margen und Umsätze der stark exportorientierten Schweizer Unternehmen. Zudem spuken seit kurzem wieder stärker Rezessionssorgen am Markt herum. Die straffe Geldpolitik könnte die Wirtschaft stärker als erwartet, heisst es am Markt.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich um 08.15 Uhr unverändert mit 11'021,70 Punkten. Damit ergibt sich auf Wochensicht ein Gewinn von 1,3 Prozent. In der Vorwoche war der Leitindex allerdings um 3,6 Prozent gefallen.

Von den 20 SMI-Werten werden alle bis auf Partners Group um bis zu 0,1 Prozent tiefer gestellt.

Partners Group (+2,7%) aber werden nach dem Zwischenbericht fester erwartet. Der Vermögensverwalter hat im ersten Halbjahr weitere Neugelder angezogen und so die verwalteten Vermögen gesteigert. Mit 8,0 Milliarden US-Dollar waren zwar diese leicht tiefer als erwartet. Der Vermögensverwalter sieht aber ein verbessertes Marktumfeld und bestätigt die bisherige Jahresprognose.

Holcim (-0,1%) sind leicht tiefer indiziert. Die Mitteilung, wonach der Zementkonzern erneut Zuschüsse vom Innovationsfonds der Europäischen Union für drei seiner Dekarbonisierungsprojekte erhält, beeinflusst damit den Aktienkurs vorbörslich kaum. Diesmal sind Projekte in Belgien, Frankreich und Kroatien ausgewählt worden.

Ebenfalls kaum Reaktion zeigen die Titel von BKW (-0,04%). Der Stromkonzern erwirbt ein Windkraftprojekt in der süditalienischen Region Apulien. Das Projekt umfasst zwei Windparks mit einer geplanten kombinierten Leistung von 130 Megawatt (MW).

Am breiten Markt werden die Anteile der Ems-Chemie um 1,6 Prozent niedriger gestellt. Der Hersteller von polymeren Werkstoffen hat senkt nach schwierigem Halbjahr die Prognose gesenkt.

pre/hr