Die Ankündigung Trumps hat zunächst zu einem Kursrückgang beim Rohöl geführt, was die Aktien-Futures stützt. Der Schritt der USA komme einem kleinen Aufschub gleich, da die Energiemärkte angesichts der Blockade der Meerenge weiterhin auf eine drohende Versorgungslücke zusteuern, kommentiert ein Händler. Zudem mache der Aufschub Hoffnung, dass sich der Konflikt weiter deeskaliert und die Energiekrise nicht weiter verschärfe.
Für den Schweizer Aktienmarkt berechnet die Bank Julius Bär den SMI am Morgen gegen 8.15 Uhr um 0,10 Prozent höher bei 13'150 Punkten. Die wegen des Maifeiertages verkürzte Vorwoche hatte der Index mit einem Minus von 0,3 Prozent beendet. Aktuell werden von den 20 SMI-Werten bis auf Amrize und Novartis alle etwas fester erwartet.
Analystenkommentare bewegen
Bei Amrize (-1,8 Prozent) sorgte eine Kurszielsenkung durch die Citigroup vorbörslich für Zurückhaltung. Der schleppende Start ins Jahr 2026 mache die Erreichung der Ziele für das Gesamtjahr anspruchsvoller, heisst es im Kommentar.
Das Gegenstück dazu bilden Logitech, die vorbörslich um 1,3 Prozent zulegen. Der Peripheriegeräte-Hersteller wird am morgigen Dienstag nach Börsenschluss die Zahlen zum vierten Quartal 2025/26 (per Ende März) vorlegen. Analysten gehen von einem Plus sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis aus. Besondere Aufmerksamkeit dürfte neben den reinen Ergebnissen aber wie üblich dem Ausblick gelten.
In den hinteren Reihen fallen noch Adecco (-0,3 Prozent) auf. Auch hier sind es die Analysten der Citigroup, die mit einer Herunterstufung auf «Neutral» zunächst belasten. Bachem (-1,8 Prozent oder -1,30 Fr.) werden derweil ex Dividende (0,90 Fr.) gehandelt, so dass das eigentliche Minus etwas weniger stark sein dürfte.
hr/cg
(AWP)
