Noch bleibe der Nahostkonflikt aber eine Hängepartie und für alle Marktteilnehmer nervenaufreibend, so der Tenor unter Händlern. Hoffnung und Enttäuschung lägen dicht beieinander. Und ohne neue Entwicklungen verschiebt sich der Fokus der Börsen wieder verstärkt auf Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten. Am Nachmittag dürften insbesondere US-Frühindikatoren wie der Empire State Index oder der NAHB-Index zur Entwicklung des Immobilienmarkts Beachtung finden. Am Abend steht mit dem Beige Book noch der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed an.

Neuer Versicherungsriese im Blick

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Morgen gegen 08.10 Uhr um 0,11 Prozent leicht tiefer bei 13'255 Punkten. Neben zwei positiven Ausreissern liegen alle anderen 18 Titel knapp im Minus.

Von den Blue Chips gibt es bislang zwar kaum Nachrichten, im Tagesverlauf dürfte auch die Generalversammlung der UBS (-0,1 Prozent) in den Fokus rücken. Hier wird neben Kritik an den hohen Vergütungen für das Management auch auf Aussagen zur politischen Diskussion betreffend der geplanten Verschärfung der Kapitalregeln geschaut. Ab Mittag rücken Finanzwerte generell mit Zahlen der US-Banken Morgan Stanley und Bank of America in den Blick.

Givaudan (+1,9 Prozent) wiederum könnten ihre Kursgewinne vom Vortag in Reaktion auf die Quartalszahlen weiter ausbauen. JPMorgan hat die Titel auf «Overweight» hochgestuft, auch andere Analysten zogen ihre Kursziele nach. Auch Sika (+0,9 Prozent) erhielten eine Reihe von positiven Kommentaren.

Derweil dürfte das Gesprächsthema Nummer Eins die erstmals präsentierten gemeinsamen Zahlen des neu fusionierten Versicherungsriesen Helvetia Baloise (+4,0 Prozent) sein. Neben den pro Forma-Zahlen gab sich das Unternehmen Ziele für die kommenden Jahre und bestätigte den einschneidenden Stellenabbau. Weitere Details folgen am Nachmittag im Rahmen des Investorentags.

Bei Tech-Werte wie VAT (-0,1 Prozent), die zudem am morgigen Donnerstag selbst endgültige Zahlen zum ersten Quartal vorlegen, könnten die Quartalsergebnisse des niederländischen Chipbauers ASML für Bewegung sorgen. Dessen Titel waren vorbörslich trotz eines höheren Umsatzausblicks unter Druck.

In der zweiten Reihe gab Cosmo (+7,9 Prozent) positive Studiendaten zum Haarausfall-Mittel Clascoterone bekannt und plant die Einreichung der US-Zulassung für Anfang 2027.

dm/hr

(AWP)