Händler sehen die rekordlange Rede von Trump indes nicht als Erfolg - es habe zu wenig konkrete Informationen zu Zöllen und keine Stimmungsaufheller gegeben. Am heutigen Handelstag rücken nun wieder zahlreiche Unternehmen mit ihren Bilanzen in den Fokus. Zudem wartet der Markt gespannt auf die Zahlen des Chip-Giganten Nvidia am Abend. «Und hier dürfte es nicht reichen, nur die Erwartungen zu übertreffen - der Teufel wird im Detail liegen», kommentierte ein Händler. Jedenfalls könne Nvidia allein nicht die KI-Angst vertreiben.

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 8.10 Uhr um 0,12 Prozent tiefer bei 13'980 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex bei 14'063,53 Zählern ein neues Rekordhoch markiert.

Bereits am Vorabend präsentierte Alcon (-1,1 Prozent) seine Ergebnisse. Der Augenheilmittel-Konzern hat im Schlussquartal sein Wachstum beschleunigt und stellt auch für das laufende Jahr steigende Umsätze in Aussicht. Die Guidance wird in ersten Kommentaren als eher konservativ eingestuft.

Unter den Blue Chips berichtete noch Sandoz (+1,2 Prozent) über ihre Jahreszahlen. Die Generikaspezialistin ist insbesonderer dank der starken Entwicklung der Biosimilars gewachsen und hat sowohl die eigenne als auch die Analystenerwartungen erfüllt.

Indes könnte die UBS (-0,1 Prozent) durch einen Pressebericht über weitere Ausfälle im Kreditfondsgeschäft belastet werden. So habe ein von der Pleite des US-Autoteilehersteller First Brands betroffener Fonds noch ein weiteres Investment fast vollständig abschreiben müssen, schreibt das deutsche «Handelsblatt».

Der Personaldienstleister Adecco (+2,4 Prozent) setzte den Erholungskurs im Schlussquartal fort und hält die Dividende stabil. Einzig der Reingewinn blieb leicht unter den Schätzungen. Derweil macht die Gruppe Fortschritte bei der Entschuldung.

Der zuletzt durch KI-Sorgen belastete Bankensoftwarehersteller Temenos (+3,4 Prozent) erhöhte nach einem massiven Gewinnanstieg die Dividende und schraubt die Mittelfristziele nach oben. Nun liegt der Fokus auf dem Investorentag.

Bei Georg Fischer (-2,1 Prozent) steht nach dem Konzernumbau nun das fortgeführte Geschäft im Fokus. Hier kam es zu einem leichten Umsatzrückgang, der Gewinn wurde von Sondereffekten belastet.

dm/rw

(AWP)