Das Handelsgeschehen bleibe aber weiterhin von den Hoffnungen auf ein Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten geprägt. Dies schürt auch die Erwartung, dass die Energiepreise nachhaltig von den erhöhten Niveaus der letzten Wochen sinken. Der Preis für ein Fass Brent liegt weiterhin knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 US-Dollar das Fass.

Für vorsichtigen Optimismus sorge die Vereinbarung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump haben die beiden Länder einer zehntägigen Waffenruhe zugestimmt. Dies könnte einen Stolperstein für ein Friedensabkommen im Nahen Osten beseitigen.

Die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges könnten am Wochenende weitergehen - nach den Worten von Trump zumindest. «Der Iran will ein Abkommen schliessen, und wir kommen sehr gut mit ihnen aus», sagte dieser am Donnerstag vor Journalisten im Weissen Haus.

SMI kaum verändert erwartet

Die Bank Julius Bär berechnet den SMI am Morgen gegen 08.15 Uhr um 0,10 Prozent tiefer bei 13'160 Punkten. Bis auf Alcon und Amrize (je -0,6 Prozent) notieren alle SMI-Werte 0,1 Prozent im Minus.

Lediglich Geberit (-2,4 Prozent) werden vorbörslich noch tiefer indiziert - die Papiere werden allerdings mit einem Dividendenabschlag von 12,90 Franken gehandelt.

Gleiches gilt in der zweiten Reihe für die Aktien von Georg Fischer (-2,9 Prozent), Sulzer (-2,8 Prozent) und Tecan (-1,6 Prozent).

Unternehmensnachrichten sind am Berichtstag generell Mangelware. Dafür könnten Analystenvoten für Bewegung sorgen. Bossard etwa (+2,4 Prozent) wurde mit einem neuen Rating «neutral» von der Verkaufsempfehlung der UBS befreit.

Dafür mussten die Aktien des Schokoladenherstellers Barry Callebaut bis dato drei Kurszielsenkungen über sich ergehen lassen - ausgelöst von einer am Vortag ausgesprochenen Prognosesenkung. Man sei daher gespannt, ob die Papiere bereits mit einer Gegenbewegung auf die Verluste von mehr als 15 Prozent am Vortag reagieren.

ra/cg

(AWP)