Im Tagesverlauf werden Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA erwartet. Zudem dürfen Anleger die jüngsten Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell verarbeiten. Während einer Anhörung vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses wurde der oberste US-Währungshüter mehrfach gefragt, wohin sich die Zinssätze entwickeln werden. Er sagte jedoch, dass der Schwerpunkt stattdessen darauf liegen sollte, wie schnell sich das Fed bewege. Gleichzeitig betonte er, dass die politischen Entscheidungsträger nach wie vor bestrebt seien, die Inflation mit Hilfe der Zinssätze zu bekämpfen, dass sie aber langsamer vorgehen würden als während der aggressiven Zinserhöhungswelle, die bis März 2022 zurückreicht.
Der von der Bank Julius Bär berechnete vorbörsliche SMI verliert gegen 08.15 Uhr 0,14 Prozent auf 11'167,32 Punkte. Auf Wochensicht zeichnet sich damit ein Verlust von mehr als anderthalb Prozent ab. Von den 20 SMI-Werten werden vorbörslich alle bis auch Roche (+0,3%) zwischen 0,2 und 0,3 Prozent tiefer gestellt.
Beim Pharmakonzern sorgt der amerikanische Lizenzpartner Sarepta für gute Laune. Dieser hat von der Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für seine Gentherapie Elevidys zur Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) in den USA erhalten. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hält die Vermarktungsrechte für Elevidys ausserhalb der USA. Vontobel stuft die Zulassung denn auch als gute Nachricht für die Basler ein.
Für Gesprächsstoff sorgt auch einmal mehr der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler (-0,3%). Dort sind den dritten Tag in Folge hohe Käufe von eigenen Wertpapieren durch Geschäftsleitungsmitglieder bekannt geworden.
Darüber hinaus sorgen Analystenkommentare bei einzelnen Werten für Bewegung. So ziehen in den hinteren Reihen SoftwareOne gegen den Trend um 0,7 Prozent an. Die UBS hat sich in einem Kommentar zuversichtlich über die weitere Geschäftsentwicklung des Unternehmens gezeigt. Für U-Blox geht es dagegen nach einem CS-Kommentar um 1,3 Prozent abwärts.
hr/tv