Aus dem Nahen Osten gibt es derzeit kaum erfreuliche Nachrichten zu melden. Das Gipfeltreffen vor dem Wochenende zwischen den USA und China wurde insbesondere mit Blick auf den Iran-Krieg mit Enttäuschung aufgenommen. Und am Wochenende polterte der US-Präsident erneut mit Drohungen Richtung Iran, die Gegendrohungen folgten auf dem Fuss. Konjunkturseitig haben zuletzt die steigenden Preise die Inflations- und Zinsängste weiter geschürt, was sich auch in steigenden Renditen für Anleihen niedergeschlagen hat. Der zwischenzeitlich grosse Optimismus, dass der Konflikt nachhaltig vorbei sei, sei in den letzten Tagen wieder ausgeprägten Sorgen gewichen, heisst es entsprechend in einer Markteinschätzung der Commerzbank.
Die Bank Julius Bär berechnet den SMI vorbörslich gegen 08.15 Uhr um 0,61 Prozent tiefer bei 13'140 Punkten. Alle 20 Werte des Leitindex werden im Minus erwartet.
Der Ölpreis als Sorgenbarometer hat sich derweil übers Wochenende weiter verteuert. Derzeit liegt der Preis für ein Fass der Sorte Brent bei gut 111 US-Dollar, in der Spitze erreichte der Preis gar 112 Dollar. Am Freitag notierte er mehrheitlich noch knapp unter 110 Dollar.
Die grössten Abgaben innerhalb des SMI verzeichnen derzeit Holcim mit einem Abschlag um 2,0 Prozent oder um 1,47 Franken. Der Abschlag ist damit geringer als die am Berichtstag abgezogene Dividende von 1,70 Franken je Aktie. Am vergangenen Freitag waren die Titel wegen der anziehenden Konjunktursorgen indes um über 5 Prozent eingebrochen.
Mehr als 1 Prozent tiefer stehen zudem Alcon und Amrize.
Die im SLI gelisteten Sonova (+2,5 Prozent) ziehen gegen den Trend nach den Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 klar an. Mit dem Umsatz gelang dem Unternehmen eine Punklandung, der Gewinn fiel gar besser aus als erwartet.
Im Plus notieren zudem Swatch (+2,3 Prozent), etwas gestützt vom medial aufgebauten Hype um den Verkaufsstart der neuen «Royal Pop»-Uhren.
cf/ra
(AWP)
