Die am Berichtstag veröffentlichten Unternehmensergebnisse finden zum Teil starken Niederschlag, können aber dem Gesamtmarkt keine Impulse geben. Dies könnte sich am Mittwoch ändern, wenn mit der Grossbank UBS ein Schwergewicht die Quartalszahlen veröffentlicht. Ebenfalls am Mittwoch legt mit Straumann eine weitere Blue-Chip-Firma Ergebnisse vor. Daneben verweisen die Marktteilnehmer auch auf die Geopolitik. Diese hänge als Damoklesschwert über den Märkten, da niemand wisse, wann und ob der Iran Israel angreifen werde und welche Folgen eine solche Eskalation für den Ölpreis und die Weltwirtschaft haben würden, sagte ein Ökonom. Zudem treibe auch der Ukraine-Krieg den Anlegern anhaltend tiefe Falten in die Stirn.

Der Leitindex SMI, der zunächst bis 11'933 Zähler gestiegen war, notiert um 11.10 Uhr noch um 0,11 Prozent höher bei 11'886,29 Punkten. Der SLI, der die 30 wichtigsten Titel umfasst, gewinnt minimale 0,01 Prozent auf 1919,31 und der breiter gefasste SPI 0,03 Prozent auf 15'802,12 Zähler. Im SLI halten sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage, wobei sich die Kursveränderungen mehrheitlich auf weniger als ein Prozent belaufen.

Zu den grössten Gewinnern zählen bei den Blue Chips die Aktien von Swatch (+0,8 Prozent), Lonza (+0,6 Prozent) und Sandoz (+0,4 Prozent). Alle hatten am Vortag nachgegeben, wobei sich erstere bereits während der Korrekturphase der vergangenen zwei Wochen relativ gut gehalten hatten. Ebenfalls gefragt sind die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB (+0,6 Prozent). Dividendenorientierte Anleger würden zudem die Anteile von Swiss Re (+0,6 Prozent) kaufen, sagte ein Händler.

UBS legen am Tag vor dem Quartalsbericht (+0,5 Prozent) zu. Die Investoren wetteten wohl auf eine positive Überraschung, heisst es am Markt. Allerdings legen noch andere Finanzwerte wie etwa Julius Bär (+0,2 Prozent) sowie Zurich (+0,4 Prozent) und Swiss Life (+0,4 Prozent) etwas zu.

Eine Stütze des Markes sind zudem Roche GS (+0,5 Prozent), Nestlé (+0,2 Prozent) sind ebenfalls etwas fester. Novartis (-0,2 Prozent) geben dagegen nach.

Deutliche Abschläge gibt es für Straumann (-1,5 Prozent). Am Markt ist von Ergebnisängsten die Rede. Seit Anfang März stehen die Aktien des Dentalimplantate-Herstellers tendenziell unter Druck. So hat sich im laufenden Jahr eine negative Performance von fast einem Fünftel aufsummiert.

Gesucht sind dafür Galderma (+1,4 Prozent). Der Konzern hat in den USA die Zulassung für den Hoffnungsträger Nemolizumab erhalten, zudem werden die Aktien des Dermatologie-Konzerns per 1. September in den MSCI Global Standard Index aufgenommen. Und die RBC hat die Abdeckung der Galderma-Aktien mit dem Rating «Outperform» aufgenommen und das Kursziel mit 89 Franken festgelegt.

Dagegen brechen die Aktien von Tecan (-18 Prozent) regelreicht ein. Der Laborausrüster hat einen Gewinneinbruch erlitten und die Prognose gesenkt.

Dagegen profitieren Polypeptide (+8,7 Prozent) von den Zahlen. Das Unternehmen hat in den ersten sechs Monaten besser als erwartet abgeschnitten und die Mittelfristziele angehoben.

Ähnliches gilt für Basilea (+4,9 Prozent). Die Biotechfirma traut sich nach dem ersten Halbjahr ebenfalls mehr zu. Swissquote (+2,5 Prozent) profitieren ebenfalls davon, dass nach guten Ergebnissen die Prognosen angehoben wurden.

pre/uh

(AWP)