Der aktivistische Investor Elliott will offenbar ⁠den Anbieter von Finanzdaten LSEG zu einer besseren Geschäftsentwicklung antreiben. Elliott befinde sich in Gesprächen mit ‌der LSEG, um die Leistung zu steigern, einen ‌neuen Aktienrückkauf anzustossen und die Margenlücke ​zu Konkurrenten zu schliessen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Die Aktie der LSEG legte daraufhin um 2,7 Prozent zu.

Die «Financial Times» hatte zuerst darüber berichtet. Elliott und die LSEG lehnten ‌eine Stellungnahme ab. Der Konzern, der seit der Übernahme von Refinitiv im Jahr 2019 auch ein bedeutender Anbieter von Finanzdaten und -analysen ist, kämpft mit Sorgen, ​dass zunehmender Wettbewerb und Künstliche Intelligenz die Erträge schmälern ​könnten. Analysten der Barclays Bank erklärten, die ​jüngste Abwertung der Aktie sei übertrieben. LSEG steht an der Börse unter Druck. Die ‌Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 35 Prozent an Wert verloren. Reuters liefert Nachrichten für das LSEG-Datenportal Workspace.

Es ist nicht der erste ​Versuch ​eines aktivistischen Investors, bei der LSEG ⁠Einfluss zu nehmen. Im Jahr 2017 ​war der Investor TCI mit ⁠dem Versuch gescheitert, den damaligen Verwaltungsratschef abzusetzen. Elliott gilt als einer ‌der umtriebigsten aktivistischen Investoren der Welt und verwaltet ein Vermögen von rund 80 Milliarden Dollar. Zu den anderen Zielen des Fonds ‌gehörten zuletzt der Ölkonzern BP, der Sportartikelhersteller Lululemon und ​der Lebensmittelkonzern PepsiCo.