Nach Informationen der Organisation wurden im Verlauf der Proteste zudem mehr als 10.000 Personen festgenommen. Die Aktivisten zeigten sich auch besorgt angesichts des Vorgehens der iranischen Justiz und warnten vor Massenhinrichtungen inhaftierter Demonstranten.
Der Direktor der Menschenrechtsorganisation, Mahmood Amiry-Moghaddam, zeigte sich besorgt angesichts entsprechender Äusserungen iranischer Regierungsvertreter. «Die internationale Gemeinschaft muss diese Drohungen sehr ernst nehmen, denn die Verantwortlichen der Islamischen Republik haben auch in den 1980er-Jahren zur Aufrechterhaltung des Systems ähnliche Verbrechen begangen», sagte er.
IHRNGO verwies ausserdem auf Berichte staatlicher Medien, denen zufolge mindestens 121 Polizisten, Sicherheits- und Staatskräfte bei den Unruhen ums Leben kamen.
Die Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden.
Das Internet im Iran ist nun seit fast einer Woche gesperrt. Nur langsam dringen Informationen nach aussen. Seit Dienstag können Bewohner im Iran wieder ins Ausland telefonieren./arb/DP/nas
(AWP)
