Gegen 9.50 Uhr fallen die Titel um 6,0 Prozent auf 62,92 Franken und sind damit klares Schlusslicht im SMI. Zeitweise sackten die Papiere bis auf 61,28 Franken ab. Mittlerweile ist bereits mehr als ein Drittel des durchschnittlichen Tagesvolumens gehandelt worden. Der Schweizer Leitindex hält sich derweil mit 0,34 Prozent im Plus.

UBS-Experte Graham Doyle bemängelt mit Blick auf die Umsatzentwicklung wie seine Kollegen insbesondere das Abschneiden des Bereichs Surgical. Aber auch der Core-EBIT der Gruppe habe die Schätzungen verfehlt. Zudem habe es wohl deutlich mehr Gegenwind von der Währungsfront gegeben als erwartet. Positiv wertet er hingegen die Entwicklung des Free Cashflow. Mit Blick auf die Guidance habe es einige Konkretisierungen gegeben, allerdings nichts, was zu grösseren Konsensänderungen führen dürfte.

Ähnlich klingt es bei JPMorgan und auch Vontobel-Analystin Sibylle Bischofberger attestiert Alcon ein gemischtes Quartalsergebnis. So seien die Erwartungen bei Umsatz und Core-EBIT leicht verfehlt worden, allerdings gehe der Trend mit Blick auf das Wachstum und die Margenentwicklung in die richtige Richtung. Insgesamt seien durchaus Verbesserungen erkennbar, die Markterwartungen an Alcon seien aber auch gestiegen und nun nicht voll erfüllt worden.

Die ZKB rechnet mit einer moderaten Reduktion der Konsensschätzungen für den Kern-EBIT und die -EPS-Prognosen. Dies liege zwar vor allem an der Währungsentwicklung, allerdings dürfte auch die relative Schwäche im Surgical-Segment für Diskussionen sorgen, so Analyst Daniel Buchta. Wie seine Kollegin von der Bank Vontobel sieht er grundsätzlich aber gute Trends und ist mit Blick auf das kommende Geschäftsjahr 2024 zuversichtlich. Dennoch wird er seine Schätzungen leicht senken.

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(AWP)