Deutschlands grösster Versicherungskonzern Allianz ist mit ‌einem ⁠Rekordgewinn in das laufende Jahr gestartet. Das operative Ergebnis legte nach Angaben vom ⁠Mittwoch um 6,6 Prozent auf einen Rekordwert von 4,52 Milliarden Euro zu. Vom Unternehmen befragte ‌Analysten hatten mit lediglich 4,36 Milliarden Euro gerechnet. Das ‌gesamte Geschäftsvolumen - die Summe aus Versicherungsprämien ​und Fondsgebühren - verbesserte sich um 3,5 Prozent auf 53 Milliarden Euro. «Wir haben an die Dynamik eines hervorragenden Jahres 2025 angeknüpft», sagte Finanzchefin Claire-Marie Coste-Lepoutre.

Der Versicherer sieht sich damit auf Kurs, seine Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Die Allianz ‌hat sich einen Gewinn von 17,4 Milliarden Euro vorgenommen, plus/minus eine Milliarde Euro.

Der wichtigste Wachstumstreiber war die Schadens- und Unfallversicherung. Hier legten die Einnahmen um 6,8 ​Prozent zu, der Gewinn verbesserte sich sogar um 11,1 Prozent. ​Auch die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich weiter. Sie sank ​auf 91 Prozent. Die Allianz profitierte dabei nicht nur davon, dass weniger Schäden gemeldet wurden, ‌sondern auch von niedrigeren Kosten.

Auch das Geschäft mit der Vermögensverwaltung entwickelte sich besser als vor Jahresfrist. Den Fonds von Pimco und Allianz Global Investors flossen von Januar ​bis ​März 45,2 Milliarden Euro an frischen ⁠Mitteln zu, das sind 57,6 Prozent mehr ​als im Vorjahr und so ⁠viele wie nie zuvor. Das für Dritte verwaltete Vermögen verbesserte sich so ‌auf gut zwei Milliarden Euro.

Im Geschäft mit Kranken- und Lebensversicherungen sank die Marge im Neugeschäft dagegen auf 5,3 Prozent. Damit ‌habe sie aber über der selbstgesteckten Zielmarke von mindestens fünf Prozent ​gelegen, hiess es. Das operative Ergebnis schrumpfte um 5,1 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro. 

(Reuters)