Gegen 9.55 Uhr verliert die Aktie 18,0 Prozent auf 159,00 Franken. Damit setzt sich die Abwärtstendenz der letzten Monate weiter fort - im Juli 2025 lag der Kurs nach einem kurzzeitigen deutlichen Anstieg bei fast 300 Franken.

Am Markt werden insbesondere der unter den Erwartungen liegende EBITDA 2025 sowie der vorsichtige Ausblick für 2026 kritisch beurteilt. Zwar wird der starke operative Cashflow positiv hervorgehoben, insgesamt überwiegt aber die Enttäuschung über die Profitabilität und die Abhängigkeit von Akquisitionen.

Die ZKB bezeichnet die Zahlen als schwach. Zwar impliziere die EBITDA-Guidance von 300 bis 340 Millionen Euro für 2026 ein Wachstum von rund 12 Prozent gegenüber 2025, die Mitte der Spanne von 320 Millionen liege jedoch deutlich unter dem Marktkonsens von 357 Millionen Euro. Zudem sei die Verbesserung im zweiten Halbjahr 2025 zu grossen Teilen auf die Übernahme von Westcoast zurückzuführen.

Auch Vontobel spricht von einem enttäuschenden operativen Ergebnis. Der EBITDA für 2025 habe am unteren Ende der eigenen Zielbandbreite gelegen und sei 8 Prozent unter dem Konsens ausgefallen. Ohne Akquisitionen wäre das operative Ergebnis dem zuständigen Analysten zufolge stagniert. Positiv hebt er den «starken» freien Cashflow hervor. Die EBITDA-Guidance 2026 liege jedoch 10 bis 15 Prozent unter den Markterwartungen und dürfte zu weiteren Schätzungsreduktionen führen.

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(AWP)