⁠Die Umsätze des ersten Quartals hätten auf das Gesamtjahr ⁠hochgerechnet mehr als 15 Milliarden Dollar betragen, schrieb Andy Jassy, ‌der Chef des Mutterkonzerns Amazon, am Donnerstag ‌in einem Brief ​an die Aktionäre. Dieses Geschäftsfeld wachse rasant, wobei das Tempo durch Engpässe bei Rechenkapazitäten gebremst werde.

Die Entwicklung eigener Spezialprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) gewinne ebenfalls an Bedeutung. «Die Nachfrage ist ‌so gross, dass wir sie möglicherweise in Zukunft palettenweise an Dritte verkaufen werden», fügte Jassy hinzu. In den ​vergangenen Monaten hätten sich die annualisierten ​Erlöse der Chip-Sparte im Vergleich ​zum Vorjahreszeitraum auf mehr als 20 Milliarden Dollar verdoppelt.

Experten werten diese ‌Aussagen als Zeichen, dass sich die enormen Investitionen in KI-Infrastruktur langsam auszahlen. Schätzungen zufolge werden allein die US-Konzerne ​Amazon, Google, ​Meta und Microsoft ⁠im laufenden Jahr zusammen mehr als ​630 Milliarden Dollar ⁠für neue Rechenzentren ausgeben.

Jassy betonte, dass ein ‌Grossteil der zusätzlichen Kapazitäten bereits ausgebucht sei. Analysten erwarten für 2026 ein AWS-Umsatzplus von zehn Prozent ‌auf 142 Milliarden Dollar.

(Reuters)