Der UBS-CFA-Indikator rückte im April auf -30,3 Punkten nach -35,0 Zählern im März vor, wie die Ökonomen der UBS am Mittwoch mitteilten. Die Grossbank erstellt den Indikator, der auf einer Umfrage unter Experten basiert, jeden Monat zusammen mit der CFA Society Switzerland.

Damit verbleibe das Stimmungsbarometer auf einem tiefen Niveau, hiess es weiter. Für die Schweizer Wirtschaft würden die meisten Experten zwar kaum Veränderungen erwarten, es werde aber mit einer anziehenden Inflation bei stabilen Zinsen gerechnet.

Ab November hat sich der Indikator mit der Hoffnung auf eine weitere Entspannung im Zollkonflikt mit Ausnahme des Monats Januar im Plusbereich bewegt. Im März brach das Barometer dann mit dem Angriff der USA und Israel auf den Iran ein.

Der Indexstand ergibt sich aus dem Saldo der Analysten, die eine positive (10 Prozent) respektive eine negative Veränderung (45 Prozent) der konjunkturellen Lage in den kommenden sechs Monaten erwarten - wobei sich im März die Zahl der Optimisten halbierte und die Zahl der Pessimisten beinahe vervierfachte. Knapp die Hälfte der 40 Befragten ging allerdings von einer unveränderten Lage aus.

SNB-Politik angemessen

In einer Zusatzfrage wurden die Analysten auch gefragt, wie sie die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) einstufen. Die meisten hielten die aktuelle Ausrichtung auch in sechs Monaten für angemessen und nur 15 Prozent würden sie als zu expansiv bewerten, wie es hiess. Allerdings sehen die Auguren Potenzial für eine weitere Frankenaufwertung, sowohl gegenüber dem Euro als auch zum US-Dollar.

Die Umfrage wurde zwischen dem 16. und dem 27. April durchgeführt, wobei sich 33 Experten beteiligten.

(AWP)