Der UBS-CFA-Indikator stieg im Mai deutlich um 19,2 auf -11,1 Punkte, wie die Ökonomen der UBS am Mittwoch mitteilten. Die Grossbank erstellt den Indikator, der auf einer Umfrage unter Experten basiert, jeden Monat zusammen mit der CFA Society Switzerland.

Trotz der Aufhellung bleibt der Index aber im negativen Bereich. Im März hatte sich die Stimmung nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs deutlich eingetrübt, seit April zeigt sich aber wieder ein Aufwärtstrend.

Nur knapp 20 Prozent der befragten Experten erwarten in den nächsten sechs Monaten eine Verschlechterung der Schweizer Wirtschaft. Dagegen gehen vier von fünf Befragten von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. Etwas verbessert haben sich auch die Konjunkturaussichten für die Eurozone und die USA.

SNB-Leitzins konstant erwartet

Der Iran-Krieg werde die Inflation in der Schweiz, Europa und den USA weiter antreiben. In den USA dürfte es den Experten zufolge aber noch nicht zu Zinserhöhungen führen. Etwas anders sieht es im Euroraum aus, wo eine Mehrheit nun mit höheren kurzfristigen Zinsen rechnet.

In der Schweiz erwarten die Marktbeobachter jedoch keinen Zinsschritt der SNB. Zwei Drittel rechnen mit gleichbleibenden Leitzinsen beim nächsten Entscheid im Juni. 19 Prozent erwarten eine Erhöhung und 14 Prozent eine Senkung.

Auch bis Jahresende und im ersten Quartal 2027 wird der Leitzins in der Schweiz mehrheitlich bei null prognostiziert, heisst es weiter. Jedoch nehmen die Erwartungen für eine Zinserhöhung leicht zu. So stieg die kumulierte Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinserhöhung bis März 2027 im Vergleich zum Juni 2026 um 15 Prozentpunkte auf 34 Prozent an.

Die Umfrage wurde zwischen dem 14. und dem 20. Mai durchgeführt, wobei sich 36 Experten beteiligten.

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(AWP)