Bei dem Industriebetrieb handelte es sich um die Raffinerie von Rjasan, nach Branchenangaben die drittgrösste in Russland. Der ukrainische Generalstab in Kiew bestätigte den Angriff. Dort sei ein grosser Brand beobachtet worden.
Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtete von einem ungewöhnlich grossen Drohnenangriff der Ukraine auf viele russische Regionen in der Nacht. 355 feindliche Flugobjekte seien abgeschossen worden, hiess es. Solche Militärzahlen sind nicht im Detail zu überprüfen.
Nach ukrainischen Militärangaben wurden auch zwei kleine russische Marineschiffe im Kaspischen Meer beschädigt. Die Drohentruppen trafen nach eigenen Angaben auch ein Amphibienflugzeug Be-200 und einen Hubschrauber auf dem russischen Stützpunkt Jejsk am Asowschen Meer.
24 Tote nach russischem Luftangriff auf Kiew
Der ukrainische Angriff folgte auf einen der längsten und schwersten russischen Luftangriffe auf die Ukraine am Mittwoch und Donnerstag. Allein in Kiew wurden 24 Tote aus einem zerstörten Wohnblock geborgen, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Für die Hauptstadt wurde ein Trauertag ausgerufen. Präsident Wolodymyr Selenskyj beauftragte sein Militär, Vergeltung für diesen Angriff zu planen.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg./fko/DP/nas
(AWP)
