Erst durch das am Montag eingestellte Bekennerschreiben seien die Behörden auf den fehlgeschlagenen Anschlag aufmerksam geworden. Als die Polizei das Umspannwerk vor Ort kontrollierte, stellte sie fest, dass dort tatsächlich ein Brandsatz deponiert worden war.
Aus dem Bekennerschreiben geht hervor, dass der Anschlag bereits vor einiger Zeit verübt worden sein dürfte, als es noch wärmer war. Man habe niemanden frieren lassen wollen, heisst es darin. Der Anschlag habe ausserdem einem Industriegebiet gegolten.
Als Motiv wird in dem Bekennerschreiben die Belastung der Menschen durch Umweltgifte genannt. «Unsere Grenzen sind überschritten», heisst es. Die linksextremistische Gruppe Kommando Angry Birds hatte auch einen Anschlag auf die Bahnhauptstrecke zwischen Düsseldorf und Duisburg Ende Juli für sich reklamiert.
Stromausfall nach Anschlag in Berlin
In Berlin hatte es vor einigen Tagen einen Anschlag auf das Stromnetz gegeben: Am frühen Samstagmorgen war nach einem mutmasslich linksextremistisch motivierten Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in mehreren Vierteln im Südwesten der Stadt für mehrere Tage der Strom ausgefallen./fc/DP/men
(AWP)
