Besonders hoch seien die Organisationsgrade in Branchen wie Bau, Banken, Gastgewerbe, Landwirtschaft oder der Uhrenindustrie, hiess es. Dort lägen sie teils zwischen 80 und nahezu 100 Prozent.
Die Studie des früheren Unia-Co-Präsidenten Andreas Rieger kommt zum Schluss, dass die oft beschworene «Krise der Verbände» nicht eingetreten sei. Statt eines Niedergangs hätten sich viele Verbände organisatorisch stabilisiert oder neu ausgerichtet.
Vor allem in wachsenden Dienstleistungsbranchen wie Gesundheit, Pflege, Logistik oder Rohstoffhandel seien neue Verbände entstanden. Arbeitgeberverbände spielten weiterhin eine wichtige Rolle bei Gesamtarbeitsverträgen, der Berufsbildung sowie in der politischen Interessenvertretung, so die Studie.
Unter Druck stehen laut der Analyse hingegen die grossen Dachverbände wie Economiesuisse. Multinationale Konzerne würden ihre politische Einflussnahme zunehmend selbst organisieren und verstärkt direkt lobbyieren - insbesondere auf internationaler Ebene.
to/uh
(AWP)
