Der am Montag von Raiffeisen veröffentlichte KMU PMI ist im April auf 52,1 von 55,0 Punkten im März gesunken. Mit einem Wert von über 50 Punkten signalisiert der PMI zwar weiterhin eine Belebung der Geschäftstätigkeit, wie Raiffeisen Schweiz mitteilte. Die Wachstumsdynamik habe sich jedoch spürbar abgeschwächt. Denn vor einem Monat lag der Index noch auf dem höchsten Stand seit fast vier Jahren.
Gedämpft werde der Aufschwung insbesondere vom Druck auf die Margen. Dabei würden die steigenden Preise für Rohstoffe und Vorprodukte in erster Linie die exportorientierten Unternehmen belasten.
So haben laut einer Sonderumfrage von Raiffeisen mehr als zwei Drittel der befragten KMU in den letzten zwei Monaten steigende Einkaufspreise verzeichnet. Nur wenige der Firmen sähen dabei Spielraum, diese Kosten über höhere Verkaufspreise weiterzugeben, ohne einen spürbaren Nachfragerückgang zu riskieren.
Binnenorientierte Unternehmen erwiesen sich zuletzt zwar als etwas robuster, meldeten jedoch ebenfalls eine spürbare Verlangsamung der Expansion. Am deutlichsten zeigt sich die Abschwächung im April laut Raiffeisen beim Auftragsbestand. Der entsprechende Teilindex ging auf 54,5 um beinahe 5 volle Prozentpunkte zurück. Die Beschäftigungskomponente sei gleichzeitig auf unter 50 und damit unter die Wachstumsschwelle zurückgefallen.
Insgesamt mache der Rückgang des PMI deutlich, dass die Erholung an Dynamik verliere, so das Fazit der Umfrage.
cf/ls
(AWP)
