Damit erreichte das Unternehmen das obere Ende der zuletzt veröffentlichten Prognose. Aurubis hatte aufgrund der Belastungen aus dem Fehlbestand und der wirtschaftlichen Entwicklung im vierten Quartal ein Ergebnis von 310 bis 350 Millionen Euro angepeilt.

Ende August hatten die Hamburger bekannt gegeben, dass «bei der regelmässigen Überprüfung des Metallbestands erhebliche Abweichungen vom Soll-Bestand sowie bei Sonderproben bestimmter Lieferungen von Einsatzmaterialien im Recyclingbereich Abweichungen» festgestellt wurden. Dies dürfte die Folge weiterer krimineller Handlungen sein, die über die im Juni 2023 veröffentlichten Fälle hinausgehen. Das Landeskriminalamt sei eingeschaltet worden. Damals hatte der Konzern auch seine Jahresprognose eines operativen Vorsteuergewinns von 450 bis 550 Millionen Euro ausgesetzt.

Die Veröffentlichung der vollständigen Bilanz für das Geschäftsjahr 2022/23 verschiebt das Unternehmen nun vom 6. auf den 20. Dezember. Anlass für die Verschiebung sei ein erhöhter Zeitaufwand aus der Aufarbeitung der gegen Aurubis gerichteten kriminellen Handlungen im Rahmen der Abschlusserstellung und -prüfung, hiess es./mne/jha/

(AWP)