Der Industriekonzern ABB veröffentlicht am Donnerstag, 16. Juli, die Ergebnisse zum zweiten Quartal 2026. Insgesamt haben zehn Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
Q2 2026 (in Mio USD) AWP-Konsens Q2 2025 Auftragseingang 10'477 9'254 Umsatz 9'453 8'295 Operativer EBITA 1'881 1'598 - Marge (in Prozent) 19,9 19,3 Reingewinn 1'325 1'151
Trägt der Boom bei Rechenzentren weiterhin?
In Marktkreisen geht man davon aus, dass sich die starke Entwicklung bei ABB im zweiten Quartal fortgesetzt hat. Im ersten Quartal gelang dem Unternehmen ein zweistelliges Wachstum sowohl beim Bestellungseingang wie auch dem Umsatz. Die stärkste Marktdynamik zeigte sich zuletzt im Segment Rechenzentren, was insbesondere die Aufträge im Bereich Elektrifizierung in die Höhe schnellen liess. Dies dürfte sich auch im zweiten Quartal kaum geändert haben.
Was erwartet ABB?
Aufgrund der starken Zahlen im ersten Quartal, welche überdies von positiven Währungs- und auch leichten Akquisitionseffekten profitiert hatten, hatte ABB im April die Prognosen vom Februar für das Gesamtjahr 2026 nach oben revidiert. So wurde ein vergleichbares Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich in Aussicht gestellt sowie eine über dem Vorjahr (19,2 Prozent) liegende operative EBITA-Marge, selbst ohne die im ersten Quartal 2026 erzielten Immobilienerlöse.
Leidet ABB unter dem Krieg im Nahen Osten?
Bislang hatte der Krieg im Nahen Osten wenig Auswirkungen auf die Geschäfte von ABB. Der Nahostkonflikt dürfte das weltweite Geschäft nicht stark beeinträchtigen, hiess es dazu seitens ABB im April. «Die meisten Geschäfte ausserhalb des Nahen Ostens werden sich nicht ändern», sagte damals CEO Morten Wierod. Die Voraussetzung sei, dass der Ölpreis nicht das Doppelte oder Dreifache erreiche. Auch in Bezug auf steigende Frachtraten und Rohstoffkosten zeigte sich der CEO entspannt.
Was meinen die Analysten?
In Analystenkreisen ist man sich einig, dass das Momentum für ABB auch im zweiten Quartal angehalten hat. Wie in den vergangenen Quartalen dürfte dabei der Geschäftsbereich Elektrifizierung der Treiber für die Zahlen von ABB gewesen sein. Mehrheitlich wird zudem erwartet, dass die Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt werden.
Wie entwickelt sich die Aktie?
Seit dem Allzeithoch bei 89,14 Franken vom späten Juni, hat sich der Titel per Saldo leicht abwärts bewegt. Noch immer resultiert seit Jahresbeginn indes ein Plus von über 40 Prozent, womit sich die Aktie beinahe doppelt so stark entwickelt hat, wie der zweitbeste Wert im SMI. Bereits im Börsenjahr 2025 gelang ABB ein Kursanstieg von über 20 Prozent.
Website: www.abb.com
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(AWP)
