Das Dermatologie-Unternehmen präsentiert am Donnerstag, 5. März, die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Insgesamt zehn Analysten haben zum AWP-Konsens beigetragen.
2025 (in Mio USD) AWP-Konsens 2024 Umsatz 5'208 4'410 - Injectable Aesthetics 2'549 2'299 - Dermatological Skincare 1'457 1'331 - Therapeutic Dermatology 1'186 780 EBITDA (Core) 1'209 1'031 - Marge ( Prozent) 23,3 23,4 Reingewinn (Core) 726 496 (in Fr.) Dividende je Aktie 0,28 0,15
Was sind die wichtigsten Themen?
Bei Galderma dürften sich die Fragen um ein paar Kernthemen drehen, wie etwa Nemluvio (Nemolizumab). Der Hoffnungsträger ist zur Behandlung der beiden Hautkrankheiten atopische Dermatitis und Prurigo nodularis zugelassen. In beiden Fällen handelt es sich um schwächende Hauterkrankungen, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und Symptome wie anhaltenden Juckreiz, Hautläsionen und schlechte Schlafqualität mit sich bringen. Nachdem die Markteinführung bislang besser als erwartet verlaufen ist, wird hier die Entwicklung im Schlussquartal, wichtiger aber noch der Blick nach vorne interessieren. Dabei hoffen Marktteilnehmer auf Aussagen zum möglichen Spitzenumsatzpotenzial und wann dieses erreicht werden könnte. Hier hatte Galderma immer von etwa zwei Milliarden US-Dollar gesprochen.
Und was macht der Schönheitsmarkt?
In den vergangenen Wochen und Monaten hat Galderma eine Vielzahl an Udates zu seinen Produkten im Bereich Schönheitsbehandlungen gegeben. Hier werden die regionalen Unterschiede im Fokus stehen. In den USA hatte das Geschäft in den ersten Monaten 2025 noch wegen der Waldbrände gelitten, da dabei auch Schönheitskliniken abgebrannt sind.
Dabei dürfte auch Relfydess (RelabotulinumtoxinA) im Fokus stehen. Anfang Februar hatte Galderma mitgeteilt, dass die US-Gesundheitsbehörde den aktualisierten Antrag zur regulatorischen Überprüfung angenommen habe. Das Mittel soll vorübergehend bei mässig bis stark ausgeprägten Zornesfalten und Krähenfüssen bei Erwachsenen eingesetzt werden. Wie die Experten von Barclays schreiben, dürfte das auf grosses Interesse stossen da Relfydess schon heute eine starke kommerzielle Zugkraft in Europa und auf internationalen Märkten erreicht habe.
Ist sonst noch etwas zu beachten?
Anfang Dezember kündigte L'Oréal an, sein Engagement beim Dermatologie Spezialisten zu verstärken. Konkret hat der französische Kosmetikkonzern angekündigt, einen 10-Prozent-Anteil von den Altaktionären EQT, Abu Dhabi Investment Authority und Auba Investment zu kaufen. Damit verdoppelt sich der Anteil von L'Oréal an Galderma auf 20 Prozent. Der Abschluss der Transaktion wurde erste Quartal in Aussicht gestellt.
Wie hoch hat das Management die Latte gesetzt?
Bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal hatte Galderma die eigenen Ziele nach oben geschraubt. So geht das Unternehmen neu von einem Umsatzplus von 17,0 bis 17,7 Prozent aus. Auch die Gewinnprognose hatte der Hautpflegespezialist erhöht. Die Kern-EBITDA-Marge soll zwischen 23,1 und 23,6 Prozent zu liegen kommen. Davor war eine Marge von etwa 23 Prozent angepeilt worden.
Setzt die Aktie den Höhenflug von 2026 fort?
Mit einem Kursplus von etwas mehr als 60 Prozent hatte Galderma 2025 zu den Favoriten unter den Blue Chips gehört. In diesem Jahr tun sich die Titel bislang etwas schwerer. So steht aktuell ein Minus von annähernd 10 Prozent zu Buche. Analysten loben zwar einstimmig das geschärfte Unternehmensprofil, monieren aber gleichzeitig die doch recht ausgereizte Bewertung.
Website: www.galderma.com
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(AWP)
