Der Sanitärtechnik-Konzern veröffentlicht die Ergebnisse zum ersten Quartal 2026 am Dienstag, 5. Mai. Insgesamt haben sechs Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.
Q1 2026 (in Mio Fr.) AWP-Konsens Q1 2025 Umsatz 874 878 Wachstum in LW ( Prozent) 2,6 5,3 EBITDA 276 277 - Marge (in Prozent) 31,6 31,5 Reingewinn 187 187
Was erwarten die Analysten?
Geberit dürfte gemäss den Prognosen der Analysten auf währungsbereinigter Basis mit einem leichten Wachstum im tiefen einstelligen Prozent ins Jahr gestartet sein. Das Unternehmen selber hatte im März für die Monate Januar und Februar einen Umsatz im tiefen einstelligen Prozentbereich über Vorjahr indiziert. Die operative Gewinnmarge (EBITDA) dürfte gemäss den Schätzungen auf einem hohen Niveau von über 31 Prozent verblieben sein.
Was sind die Erwartungen des Unternehmens?
Mit den Jahreszahlen im März wurde indes wie üblich noch kein quantitativer Ausblick für das Gesamtjahr abgegeben. Erst zum Halbjahr werden die Prognosen jeweils detaillierter. Geberit zeigte sich indes vor wenigen Wochen für das laufende Geschäftsjahr trotz der Eskalation im Nahen Osten einigermassen zuversichtlich. Für die Bauindustrie in Europa - wo Geberit rund 90 Prozent des Umsatzes erzielt - geht das Unternehmen insgesamt von einem Wachstum aus.
Bremst der Krieg im Nahen Osten?
Was den Krieg im Nahen Osten betrifft, zeigte sich das Unternehmen wegen der erhöhten Risiken besorgt. Die Eskalation am Golf erschwere grundsätzlich den Ausblick auf das makroökonomische Umfeld sowie auf die für die Bauindustrie bedeutenden Entwicklungen der Inflation, Zinsen und Konsumentenstimmung, hiess es. «Der direkte Einfluss auf Geberit durch den Krieg ist aber limitiert», sagte CEO Christian Buhl. Er ging davon aus, dass die Geschehnisse keine Auswirkungen auf die europäische Bauindustrie und entsprechend auf die Nachfrage haben werden. Die Region Naher Osten/Afrika trug 2025 lediglich rund 5 Prozent zum Konzernumsatz bei.
Die höheren Energiekosten dürften laut einer Einschätzung der Zürcher Kantonalbank vorerst nur einen beschränkten Einfluss auf das Ergebnis haben.
Was hat sich Geberit für 2026 vorgenommen?
Für das künftige Wachstum will Geberit im laufenden Jahr weitere Produkt-Neuheiten auf den Markt bringen, so etwa die neue Duschboden-Platte «CleanFloor30», die rutschfest und einfach zu installieren sein soll. Um das Wachstum im Gang zu halten und die Marktposition weiter auszubauen, soll 2026 zudem mit gezielten strategischen Initiativen aber auch der Absatz der jüngsten Produkteneuheiten wie die Rohrleitungssysteme FlowFit und Mapress Therm, die preislich günstige Dusch-WC-Linie Alba oder das Installationselement Duofix weiter vorangetrieben werden.
Darüber hinaus will Geberit die Marketingaktivitäten grundsätzlich noch stärker auf die Endkunden, Architekten und Designer ausrichten und die Logistikkapazitäten weiter ausbauen und erneuern. Nebst grösseren Projekten in Deutschland und Schweden sollen auch in die Modernisierung der Werke in Jona und Givisiez investiert werden.
Was macht die Aktie?
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 15 Prozent an Wert eingebüsst, wobei sie die Erholung des Gesamtmarktes im April nur in geringem Umfang mitmachte. Im Vorjahr hatten die Titel allerdings rund 20 Prozent zugelegt.
Website: www.geberit.com
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(AWP)
