Der Sanitärtechnikkonzern wird am Donnerstag, 15. Januar, den Umsatz für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlichen. Zum AWP-Konsens haben insgesamt elf Analysten beigetragen.

2025
(in Mio Fr.)       AWP-Konsens   2024  

Umsatz                3'162    3'086

(in Prozent)
Org. Entwicklung        4,3      2,5

Hält der positive Trend in Europa?

In der mit einem Umsatzanteil von knapp 90 Prozent wichtigsten Region Europa lief es zuletzt ziemlich gut. So erreichte das organische Umsatzplus für den Konzern per Ende September 4,4 Prozent. Vor allem der mit Abstand wichtigste Markt Deutschland wuchs deutlich, ebenso die Schweiz, die Benelux-Länder und Österreich. In der Folge hatte der Bauzulieferer auch die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf rund +4,5 Prozent (in LW) von zuvor +4 Prozent erhöht.

Fängt Renovationsgeschäft rückläufigen Neubau auf?

Das Neubaugeschäft in Europa, vor allem in Deutschland, hat sich zwar jüngst etwas erholt, blieb aber insgesamt weiterhin rückläufig. Geberit konnte dank einem gut laufenden Renovationsgeschäft und dank Marktanteilsgewinnen die Verkäufe aber weitern steigern

Bleiben die neuen Produkte gefragt?

Geholfen hat Geberit in den ersten drei Quartalen insbesondere auch die Performance neu eingeführter Produkte. Es bleibt abzuwarten, ob diese weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtumsatz liefern werden.

Läuft es in China weiterhin harzig?

In China hat Geberit in den ersten neun Monaten ein zweistelliges Umsatzminus verzeichnet. Eine baldige Erholung erwartete CEO Christian Buhl im November noch nicht. Das vorläufige Ziel für China lautete: profitabel bleiben, was auch zu kleineren Anpassungen in der Organisation bedingte. In der gesamten - umsatzmässig für Geberit aber kleinen (Umsatzanteil rund 3 Prozent) - Region Fernost/Pazifik lief es zuletzt aber vor allem dank Indien gut.

Bleibt Ausblick wie gewohnt vage?

Geberit macht in der Regel erst zur Jahresmitte quantitative Prognosen für das Gesamtjahr. Dennoch dürfte es Aussagen qualitativer Art hinsichtlich der Erwartungen für die kommenden Monate geben. Ausserdem macht Geberit meistens noch eine Aussage zur operativen Gewinnmarge (EBITDA) im Berichtsjahr, ohne diese allerdings genau zu beziffern. Nach neun Monaten lautete die Prognose für diesen Wert auf «rund 29 Prozent» (2024: 29,6 Prozent), wobei hier noch 22 Millionen Euro an einmaligen Ausgaben für die Schliessung eines Keramikwerks in Deutschland enthalten sind.

Was macht die Aktie?

Die Aktien von Geberit haben über die vergangenen zwölf Monate beinahe 30 Prozent zugelegt. Sie sind auch positiv ins neue Jahr gestartet.

ab/lh/jl/cf

(AWP)