H1 2023E (in Mio Fr.) AWP-Konsens H1 2022A Umsatz 3611 3652 - Riechstoffe 1681 1646 - Aromen 1949 2006 Org. Wachstum (in %) 2,9 6,2 EBITDA 754 816 - Marge (in %) 20,9 22,4 Reingewinn 430 440
FOKUS: Givaudan dürfte nach Jahren des Wachstums im ersten Semester 2023 etwas weniger umgesetzt haben als im Vorjahr. Davon gehen zumindest Analysten aus. Gemäss AWP-Konsens rechnen sie im Durchschnitt mit einem Rückgang von 1,1 Prozent. Organisch wird dagegen weiterhin ein Zuwachs erwartet (AWP-Konsens: +2,9%), wenn auch unterhalb der mittelfristig angepeilten Zielbandbreite von 4 bis 5 Prozent.
Der Aromen- und Riechstoffhersteller dürfte weiterhin von Preiserhöhung profitiert haben, aber auch unter geringeren Volumen gelitten haben. Vor allem für den US-Markt gehen Experten von einem zurückhaltenden Konsumverhalten aus - insbesondere gilt dies für das Aromasegment.
Beim Betriebsgewinn (EBITDA) wird gar ein noch stärkerer Rückgang erwartet (AWP-Konsens: -7,6%). Damit fällt auch die entsprechende Marge im ersten Semester tiefer aus als noch im Vorjahr. Analysten rechnen im Schnitt mit 20,9 Prozent (VJ: 22,4%). Einige Experten gehen allerdings davon aus, dass sich die Marge im laufenden Jahr verbessern könnte - dank Preiserhöhungen und dem eingeleiteten Sparprogramm.
Insgesamt möchte Givaudan 60 Millionen Franken einsparen, davon 40 Millionen im laufenden Jahr. Aussagen dazu dürften für die Markteilnehmer denn auch von besonderem Interesse sein. Aber auch Kommentare zu Entwicklungen in Endmärkten und bei Lagerbeständen sowie zum Cashflow dürften besonders interessieren.
ZIELE: Einen Ausblick zum aktuellen Geschäftsgang gibt der Aromen- und Duftstoffkonzern jeweils nicht. Mittelfristig - also innerhalb des noch bis 2025 laufenden Fünfjahreszyklus - peilt Givaudan aber ein organisches Wachstum von 4 bis 5 Prozent an. Zudem soll der freie Cash Flow bei mindestens 12 Prozent des Umsatzes liegen.
PRO MEMORIA: Bereits im ersten Quartal litt der ansonsten wachstumsverwöhnte Genfer Konzern unter einem schwachen Umfeld. Neben ungünstigen Wechselkursen setzte ein schwaches Geschäft in Nordamerika dem Konzern zu. Givaudan gelang es aber weiterhin, höhere Kosten an die Kunden weiterzugeben.
Dennoch ging der Umsatz von Januar bis März um 0,4 Prozent auf 1,77 Milliarden Franken zurück. Organisch konnte der Konzern dagegen 3,6 Prozent zulegen. Gleichwohl wurde damit die mittelfristige Zielbandbreite von 4 bis 5 Prozent verfehlt. Über das Gesamtjahr 2022 hinweg lag das organische Wachstum noch bei 5,3 Prozent.
AKTIENKURS: Die Aktien von Givaudan sind im bisherigen Jahresverlauf um gut 3 Prozent gestiegen. Damit schneiden sie in etwa im Rahmen des Gesamtmarkt SMI ab. Im letzten Jahr gehörten die Givaudan-Papiere mit einem Minus von rund 41 Prozent allerdings zu den schwächsten Blue Chips.
Homepage: www.givaudan.com
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