Givaudan publiziert die Ergebnisse zum ersten Halbjahr 2026 am Donnerstag, 23. Juli. Zum AWP-Konsens haben insgesamt zehn Analysten beigetragen.
H1 2026 (in Mio Fr.) AWP-Konsens H1 2025 Umsatz 3'789 3'864 - Riechstoffe 2'001 1'955 - Aromen 1'794 1'909 Org. Wachstum (in Prozent) 3,0 6,3 EBITDA 891 945 - Marge (in Prozent) 23,5 24,5 EBITDA bereinigt 925 973 - Marge (in Prozent) 24,4 25,2 Reingewinn 541 592
Beschleunigt sich das organische Wachstum im zweiten Quartal?
Das dürfte die wichtigste Frage sein. Die Analysten rechnen mehrheitlich damit, dass sich das organische Wachstum gegenüber dem ersten Quartal beschleunigt. Damit würde Givaudan einen Schritt zurück in Richtung des mittelfristigen Wachstumsziels von 4 bis 6 Prozent machen. Für das gesamte erste Halbjahr wird gemäss AWP-Konsens ein organisches Wachstum von 3,0 Prozent erwartet - nach 2,8 Prozent im ersten Quartal.
Erholt sich das Geschäft mit Aromen?
Hier richten sich die Blicke besonders auf die Entwicklung im zweiten Quartal. Nach einem schwachen Jahresauftakt erwarten die Analysten wieder ein leichtes Wachstum. Als Hoffnungsträger gelten vor allem eine stabilere Nachfrage in Südostasien und Fortschritte in Mexiko.
Bleibt das Duftstoffgeschäft der Wachstumstreiber?
Davon gehen die Analysten aus. Insbesondere das Geschäft mit Konsumgütern und hochwertigen Parfums dürfte erneut kräftig gewachsen sein. Dagegen wird bei den Duftstoff-Inhaltsstoffen weiterhin eine schwächere Entwicklung erwartet. Hier dürfte das Management aufzeigen müssen, ob die Schwäche nur vorübergehend ist.
Wie entwickeln sich die Margen?
Im ersten Halbjahr dürfte die Profitabilität etwas unter höheren Logistik-, Energie- und Rohmaterialkosten gelitten haben. Die Analysten rechnen aber mehrheitlich damit, dass der Margendruck nachlässt. Dafür sprechen die zuletzt gesunkenen Ölpreise und die Möglichkeit, höhere Kosten schrittweise an die Kunden weiterzugeben. Dennoch wird mit 24,4 Prozent (AWP-Konsens) eine niedrigere bereinigte EBITDA-Marge erwartet als im ersten Halbjahr 2025 (25,2 Prozent).
Welche Signale sendet Givaudan für das zweite Halbjahr?
Für viele Analysten ist der Ausblick wichtiger als die eigentlichen Halbjahreszahlen. Im Fokus stehen Aussagen zur Nachfrageentwicklung, insbesondere bei Taste & Wellbeing, zu den Rohstoffkosten und den Auswirkungen der US-Zölle. Die meisten Experten erwarten, dass sich das Geschäft im zweiten Halbjahr weiter belebt und sich auch die Margen wieder verbessern.
Wie hat sich die Aktie im laufenden Jahr entwickelt?
Die Givaudan-Aktien sind seit Jahresbeginn um gut 8 Prozent gestiegen. Damit bewegen sie sich in etwa im Einklang mit dem freundlichen Gesamtmarkt gemessen am Leitindex SMI. Im letzten Jahr gehörten die Titel mit einem Minus von rund 21 Prozent zu den deutlichen Verlierern unter den Blue Chips.
Website: www.givaudan.com
jl/ab
(AWP)
