Die Privatbankengruppe publiziert am Freitag, 22. Mai, einen Zwischenbericht über den Geschäftsverlauf in den ersten vier Monaten 2026. Insgesamt haben sechs Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

Per 30.04.2026
(in Mrd Fr.)           AWP-Konsens  31.12.2025  

Kundenvermögen (AuM)       534         521

(in Mrd Fr.)           AWP-Konsens  4M 2025  

Nettoneugeld (NNM)         5,3       4,2

(in BP)
Bruttomarge                 84        87

(in Prozent)
Cost/Income-Ratio           67        72

Wie haben sich die verwalteten Vermögen entwickelt?

Die Analysten erwarten einen weiteren Anstieg der verwalteten Vermögen (AuM). Rückenwind dürfte dabei eine insgesamt gute Entwicklung an den Finanzmärkten bieten, die auch allfällige negative Effekt aus ungünstigen Währungsentwicklungen überwiegen dürfte. Zudem wird eine Beschleunigung beim Neugeldzufluss erwartet, auch wenn diese noch unter dem selbstgesteckten Mittelfristziel von annualisiert 4 bis 5 Prozent der AuM ausfallen könnten.

Wie entwickelt sich die Profitabilität?

Julius Bär dürfte wie andere Vermögensverwalter von einer weiterhin regen Kundenaktivität im Umfeld der geopolitischen Turbulenzen der vergangenen Monate profitiert haben. Die Bruttomarge wird dennoch etwas schwächer erwartet als noch in dem von den Zollturbulenzen geprägten Vorjahresperiode. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis dürfte derweil etwa auf dem Niveau des Gesamtjahres 2025 ausfallen.

Wann schliesst die Finma ihre Untersuchung ab?

Mindestens so stark interessieren wie die Finanzzahlen dürften Angaben des Managements zur Finma-Untersuchung zum hohen Kreditabschreiber in der Folge des Zusammenbruchs der Immobiliengruppe Signa des Investors René Benko. Die meisten Analysten erwarten den Abschluss allerdings erst später im Jahr: «Eime frühere Bekanntgabe wäre aber erfreulich», heisst es etwa bei der ZKB. Wichtig ist das Ende der Finma-Untersuchung auch deshalb, weil es wohl die Voraussetzung für den Start eines von vielen Investoren herbeigesehnten Aktienrückkaufprogramms ist.

Wie haben sich die Julius Bär-Aktien entwickelt?

Die Titel von Julius Bär haben im bisherigen Jahresverlauf einen Anstieg um beinahe 8 Prozent verzeichnet, und sind damit mehr gestiegen als der Gesamtmarkt gemessen am SPI. In der laufenden Woche erreichten die Titel gar einen neuen Höchstwert bei 68,70 Franken. Bereits im letzten Jahr legten die Papiere um etwa 6 Prozent zu.

Website: www.juliusbaer.com

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(AWP)