Richemont präsentiert am Donnerstag, 15. Januar, die Umsatzzahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 (Oktober bis Dezember). Zum AWP-Konsens haben insgesamt acht Analysten beigetragen.
Q3 2025/26 (in Mio EUR) AWP-Konsens Q3 2024/25 Gruppenumsatz 6'243 6'150 - Schmuck 4'697 4'501 - Uhren 792 867 (in Prozent) Org. Wachstum 8,3 10,0
Was steht im Fokus?
Richemont dürfte im dritten Quartal 2025/26 erneut etwas gewachsen sein, wenn auch weniger stark als im zweiten Quartal. Das liegt auch an der hohen Vorjahresbasis: Im Weihnachtsquartal 2024 hatte der Luxusgüterkonzern überraschend das umsatzstärkste Quartal aller Zeiten hingelegt.
Während der Schmuckbereich weiter glänzt, dürfte das Uhrengeschäft unter Druck bleiben. Dabei gilt ein besonderes Augenmerk dem wichtigen Absatzmarkt China. Analysten gehen davon aus, dass es verfrüht sei, nach dem Vorquartal von einer nachhaltigen Erholung zu sprechen. Im zweiten Quartal hatte die kombinierte Region China, Hongkong und Macau zu Wachstum zurückgefunden. Die Situation bleibe dort aber fragil, heisst es am Markt.
Welche Auswirkungen haben die Zölle?
Von der ZKB heisst es zudem, der Margengegenwind werde im zweiten Halbjahr klar stärker sein als im ersten - wegen eines negativeren Währungseffektes, eines negativeren Zolleffektes und eines weiter gestiegenen Goldpreises. Dies könne durch die Preiserhöhungen nur teilweise kompensiert werden. Finanzchef Burkhart Grund hatte Mitte November gesagt, die Auswirkungen durch die US-Zölle seien in dem im September zu Ende gegangenen ersten Halbjahr 2025/26 noch gering gewesen. Er bezifferte diese mit gut 50 Millionen Euro. Im zweiten Halbjahr werde ein signifikanter Einfluss erwartet, sagte er damals.
Welche Ziele hat das Management ausgegeben?
Die Richemont-Gruppe, die bekannt für Marken wie Cartier oder IWC ist, gibt üblicherweise keinen finanziellen Ausblick ab. Verwaltungsratspräsident Johann Rupert sprach zuletzt Mitte November von einer Belastungsprobe in den vergangenen Monaten. Richemont sei mit konjunkturellen Herausforderungen, Währungsschwankungen, steigenden Goldpreisen und der Einführung von US-Zöllen konfrontiert gewesen.
Auch in Zukunft werde das Unternehmen durch unsichere Zeiten navigieren müssen, hielt der Präsident damals fest. «In China zum Beispiel ist die Erholung nach wie vor unbeständig und der externe Druck auf das Geschäft scheint nicht nachzulassen.»
Was macht die Aktie?
Richemont kosten an der Schweizer Börse 175,35 Franken die Aktie (Stand: Dienstag 10.00 Uhr). Die Titel des Luxusgüterkonzerns markierten im Februar 2025 ein Allzeithoch bei 187,55 Franken und fielen mit den Zollunsicherheiten bis Anfang April auf ein Jahrestief bei 120,60 Franken. Seither haben sie sich erholt und legten 2025 insgesamt ein Viertel an Wert zu.
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(AWP)

