Der Pharmakonzern Roche veröffentlicht am Donnerstag, 23. Juli, die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026. Insgesamt haben neun Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

H1 2026
(in Mio Fr.)    AWP-Konsens  H1 2025  

Umsatz:           30'357     30'944
- Pharma          23'606     23'985
- Diagnostics      6'748      6'959
Core-EBIT         11'300     12'010

(in Fr.)
Core-EPS           10,08      11,08

Was ist von den Zahlen zu erwarten?

Wie der zuständige Vontobel-Analyst in seiner Vorausschau schreibt: Das erste Semester wird nicht hübsch. Der Grund sind Währungseffekte. Diese dürften den Zahlen kräftig zugesetzt haben, heisst es auch bei anderen Analysten. Bei JPMorgan etwa rechnet der zuständige Experte mit einem negativen Währungseffekt beim operativen Kerngewinn von 12 Prozent.

Zu konstanten Wechselkursen wiederum zeigen sich Analysten relativ einig, dass der Pharmakonzern in etwa im Rahmen der eigenen Zielsetzung gewachsen sein dürfte. Dabei bleibt die entscheidenden Frage ob Medikamente wie das Augenpräparat Vabysmo in den USA langsam zur alten Stärke zurückkehren.

Wird China weiter die Diagnostik belasten?

In den vergangenen Quartalen hatte das Geschäft mit Diagnostika vor allem unter einer Preisreform in China gelitten. Entsprechend hatte die Sparte vor allem mit diesen weniger voreilhaften Nachrichten im Fokus gestanden. Allerdings hat das Roche-Management auch betont, dass spätestens mit der zweiten Jahreshälfte die Vergleichsbasis immer günstiger werde und dieser negative Effekt sich damit auswasche.

Worauf ist sonst zu achten?

Bei dem Basler Pharmakonzern stehen in der zweiten Jahreshälfte nach Ansicht der Experten kaum wirklich spannende Pipeline-Daten an. Vielmehr warte der Markt auf die mögliche US-Zulassung des Brustkrebsmittels Giredestrant. Wie ein Analyst schreibt, sei diese Brustkrebsarznei für einige Investoren der Hauptgrund, die Aktie zu halten.

Bei der UBS wiederum verweist der zuständige Experte auf den Konkurrenten Novartis. Dieser könnte in den kommenden Monaten Daten aus einer zulassungsrelevanten Studie vorlegen, in der ein neues Mittel zur Behandlung von Multipler Sklerose getestet wird. Sollten die Daten stark sein, könnte dies einen verschärften Wettbewerbsdruck für das bereits zugelassene Ocrevus und das Prüfpräparat Fenebrutinib von Roche sorgen.

Wie lauten die Ziele für 2026?

Bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal hatte Roche im April die bisherige Guidance bestätigt. Zu konstanten Wechselkursen sollen die Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich ansteigen. Der Kerngewinn je Titel soll im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Ausserdem ist die Gruppe weiter bestrebt, die Dividende in Schweizer Franken zu erhöhen.

Kommt die Aktie langsam vom Fleck?

Die Roche-Partizipationsscheine sind seit Jahresbeginn nicht recht vom Fleck gekommen, während der Gesamtmarkt gemessen am SMI um rund 7 Prozent zugelegt hat. Vergangenes Jahr gehörten die Titel mit einem Plus von rund 28 Prozent zu den Favoriten unter den Blue Chips.

Website: www.roche.com

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(AWP)