Der Generikakonzern präsentiert am Mittwoch, 29. April, die Umsatzzahlen für das erste Quartal 2026. Insgesamt haben sechs Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

Q1 2026
(in Mio USD)      AWP-Konsens  Q1 2025  

Nettoumsatz          2'771     2'480
- Generika           1'924     1'809
- Biosimilars          848       671
- Europa             1'532     1'372
- Nordamerika          583       518
- International        651       590

Worauf ist zu achten?

Bei dem Generika-Hersteller dürften sich im ersten Quartal die negativen Auswirkungen aus dem Penicillin-Geschäft weiter bemerkbar machen, sind sich die Analysten einig. Schon im vergangenen Jahr war das Geschäft durch erhebliche Preisunterbietungen asiatischer Lieferanten wichtiger Penicillin-Wirkstoffe (Active Pharmaceutical Ingredients) beeinträchtigt worden. Grund dafür waren die US-Zölle, die chinesische Lieferanten dazu gezwungen haben, ihre Penicillin-Mengen nach Europa umzuleiten, was das Angebot erheblich erhöhte und zu einem starken Preisverfall führte. Gleichzeitig hat die Einführung von Mindestpreisvorschriften in Indien die Einfuhren aus China in diesen Markt eingeschränkt, was den Wettbewerbsdruck in Europa weiter verschärft und anhalten Druck auf die Preise ausübt, fasst es der zuständige Analyst von Jefferies zusammen.

Dem gegenüber dürfte das Geschäft mit Biosimilars stark gewachsen sein - sowohl dank der kürzlich eingeführten als auch wegen der guten Performance der bereits früher eingeführten Biosimilar-Produkte. Als positiv werteten zuletzt hierbei auch die jüngste Partnerschaft mit Samsung Bioepics.

Welche Ziele hat sich das Management gesetzt?

Für 2026 hat Sandoz ein ähnliches Wachstum wie bisher in Aussicht gestellt: So soll der Nettoumsatz im mittleren bis hohen einstelligen Bereich wachsen und die Kern-EBITDA-Marge soll 2026 um etwa 100 Basispunkte gesteigert werden.

Mit Blick auf die Mittelfristziele ist es dem Generika-Konzern bereits im vergangenen Jahr gelungen, 30 Prozent des Konzernumsatzes mit Biosimilars einzunehmen. Ursprünglich war dieser Umsatzanteil erst für 2028 geplant.

In puncto Profitabilität hat sich Sandoz zum Ziel gesetzt, 2028 eine Kern-EBITDA-Marge zwischen 24 und 26 Prozent zu erreichen. Im vergangenen Jahr lag sie bei 21,7 Prozent. Gewinnzahlen liefert Sandoz allerdings zu den ungeraden Quartalen nicht.

Wie steht es um die Aktie?

Nachdem die Aktien am Tag ihrer Jahreszahlen bei 72,70 Franken denn auch gleich ein Jahres- und Rekordhoch markiert hatten, mussten die Titel zwar erst einmal eine Verschnaufpause einlegen. Diese dauerte aber gerade mal ein paar Wochen und fiel zusammen mit dem Ausbruch des Iran-Krieges. Seit Jahresstart steht denn auch immer noch ein Kursplus von annähernd 10 Prozent an.

Website: www.sandoz.com

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(AWP)