Der Lift- und Rolltreppenbauer gibt am Dienstag, 21. Juli, die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 bekannt. Insgesamt haben neun Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

Q2 2026
(in Mio Fr.)      AWP-Konsens  Q2 2025  

Auftragseingang      2'951     2'939
Umsatz               2'773     2'755
EBIT                   362       346
EBIT adj.              378       372
- Marge (in Prozent)        13,6      13,5
Reingewinn             284       274

Wie war das Geschäftsumfeld?

Die Analysten erwarten beim Auftragseingang und Umsatz insgesamt eine leichte Verbesserung, allerdings variieren die Schätzungen von einem leichten Minus bis zu einem Plus von rund 2 Prozent. Das Umfeld dürfte laut der ZKB weiterhin von einem Marktrückgang bei Neuanlagen in China geprägt sein. Allerdings wird ein starkes Modernisierungs- und ein leicht wachsendes Servicegeschäft erwartet. Insgesamt könnte sich die Erholung im zweiten Quartal aber verzögern.

Wie entwickelt sich die Marge?

Der operative Gewinn und der Reingewinn werden gemäss Konsens ebenfalls höher erwartet. Als Treiber werden Effizienzverbesserungen und ein margenstärkerer Produktmix gesehen. Höhere Kosten sollen zudem durch Preiserhöhungen und Kostenmassnahmen kompensiert werden, wie das Management im April betonte.

Gibt es Aussagen zur Mega-Fusion?

Neben den Zahlen stehen am Berichtstag Aussagen zur angekündigten Mega-Fusion der Konkurrenten Kone und TK Elevator im Fokus. Schindler verschob vor diesem Hintergrund den für Anfang Juni geplanten Investorentag auf November. Grund seien veränderte Wettbewerbsdynamiken, hiess es.

Mit dem Zusammenschluss entstünde ein neuer Branchenriese, der Schindler und den bisherigen Marktführer Otis beim Umsatz überholen könnte. Dies könnte laut Analysten das Wachstumspotenzial von Schindler beeinflussen. Der Abschluss der Übernahme wird frühestens im zweiten Quartal 2027 erwartet.

Welche Rolle spielt der Iran-Krieg?

Die Auswirkungen des Nahostkriegs dürften laut den Experten begrenzt sein. Es seien zwar höhere Rohstoffpreise und Logistikkosten möglich, diese scheinen aber «kontrollierbar», heisst es bei JPMorgan. Ausserdem steuert die Region weniger als 2 Prozent vom Gesamtumsatz bei, wie CEO Paolo Compagna im April sagte. Indirekte Kosten würden zudem nach Möglichkeit weitergegeben.

Welche Ziele hat das Unternehmen?

Für das Geschäftsjahr 2026 stellte Schindler ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich in Lokalwährungen und eine EBIT-Marge von 13 Prozent in Aussicht. Diese Ziele dürften laut Analysten bestätigt werden.

Wie hat sich der Aktienkurs entwickelt?

Die Papiere von Schindler haben seit Jahresbeginn gut 10 Prozent verloren und schneiden damit deutlich schlechter ab als der Gesamtmarkt (SPI +10 Prozent). Für Abschläge sorgte unter anderem die Verschiebung des Kapitalmarkttages. Allerdings habe sich die Aktie besser als gewisse Branchenvertreter entwickelt, so die ZKB.

Website: www.schindler.ch

lh/ls

(AWP)