Die Zahlen für das erste Quartal 2026 publiziert der Warenprüfkonzern am Donnerstag, 23. April. Insgesamt haben acht Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

Q1 2026
(in Mio Fr.)           AWP-Konsens  Q1 2025  

Umsatz                    1'739     1'681
Org. Wachstum (in Prozent)        5,3       5,6

Was wird im ersten Quartal spannend?

Im ersten Quartal berichtet SGS ledigich über den Umsatz sowie das organische Wachstum. Der absolute Anstieg beim Umsatz dürfte der vollständigen Konsolidierung der ATS-Übernahme vom vergangenen Sommer zu verdanken sein. Hier erhoffen sich Analysten weitere Details zu den Chancen in Nordamerika. Beim organischen Wachstum ist die Spanne der Schätzungen recht hoch. Analysten erwarten zudem einen gewissen Gegenwind von der Währungsfront durch den anhaltend starken Franken.

Ein Augenmerk wird auch auf den Auswirkungen des Nahostkonflikts liegen. Goldman Sachs beispielsweise schätzt, dass der Umsatzanteil der Region Osteuropa/Naher Osten/Afrika von SGS bei rund 11 Prozent liegt. Auswirkungen könnten insbesondere im Prüfgeschäft für den Öl-, Gas- und Chemiesektor zu sehen sein. Die Unsicherheit dürfte sich möglicherweise auch im Ausblick auf das Gesamtjahr spiegeln.

Welche Ziele setzt sich SGS?

Für das laufende Jahr 2026 hat SGS mit Bekanntgabe der Jahreszahlen im Februar weiterhin ein organisches Umsatzplus von 5-7 Prozent in Aussicht gestellt. Ebenfalls sollen 5-7 Prozent zusätzlicher Umsatz durch Akquisitionen erzielt werden - einschliesslich der im vergangenen Jahr übernommenen ATS. Auch bis 2027 hielt SGS an der organischen Wachstumsspanne von 5-7 Prozent fest.

Zudem liegt SGS nach eigenen Aussagen bei der Umsetzung der bis 2027 laufenden «Strategy 27» dem Zeitplan voraus. Zwei Jahre vor Ablauf der Strategie seien bereits 130 der angestrebten 150 Basispunkte erreicht, sagte CEO Géraldine Picaud im Interview mit AWP. Da bei der Marge bereits die Marke von 16 Prozent erzielt wurde, zweifle wohl niemand daran, dass das angepeilte Ziel von 16,2 Prozent erreicht werde.

Was ist seit den Jahreszahlen passiert?

Seit Bekanntgabe der Jahreszahlen gab es wenige Neuigkeiten vom Prüfkonzern. An der Generalversammlung stimmten die Aktionäre allen Anträgen des Verwaltungsrats zu, zudem entschieden sich knapp zwei Drittel der Aktionäre für eine Dividende in Form neuer Aktien.

Es gab auch einen weiteren Zukauf - die US-Kabeltest-Firma mit über 200 Mitarbeitenden wurde übernommen.

Zudem gab SGS einen kleineren Auftrag bekannt - ein Vertrag für die Durchführung von Konformitätsprüfungen im Rahmen des gabunischen Programms PROGEC wurde bis April 2029 verlängert. Mit Exterra Technologies wurde derweil eine langfristige strategische Zusammenarbeit vereinbart.

Wie entwickelt sich die Aktie?

Mit den Turbulenzen rund um den Iran-Krieg ging es auch für die SGS-Aktie abwärts. Vom Jahreshoch bei 97,48 Franken fielen die Titel bis auf unter 83 Franken zurück. Zuletzt wurden wieder gut 87 Franken bezahlt. Längerfristig entwickelt sich die Aktie seit Mitte 2022 tendenziell seitwärts.

lh/jl/dm

(AWP)