Zunächst stehen am Dienstag, 13. Januar, die Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2025 an. Insgesamt haben 13 Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

2025
(in Mrd Fr.)             AWP-Konsens   2024  

Umsatz                      11,29    11,76
- Org. Wachstum (in Prozent)       -0,2      1,1

Kein eigenes Wachstum

Besonders im Fokus steht das organische Wachstum - also das Wachstum aus eigener Kraft, bereinigt um Zukäufe und Währungseinflüsse. Dieses war zuletzt rückläufig. Denn nach einer Phase kräftiger Expansion - getragen von den Grossakquisitionen Parex im Jahr 2019 und insbesondere MBCC im Jahr 2023 - fällt dieser Rückenwind nun weg.

Es waren die zwei bedeutendsten Zukäufe in Sikas Geschichte. Sie haben nicht nur das Portfolio und die Marktabdeckung des Unternehmens entscheidend erweitert, sondern auch den Umsatz um rund 30 Prozent anschwellen lassen. Die Integration von MBCC ist mittlerweile weit fortgeschritten gilt als weitgehend abgeschlossen.

Zusätzlichen Gegenwind bringt der starke Schweizer Franken. Auch 2025 dürfte der Währungseffekt die Umsatzentwicklung spürbar belasten.

Wie regiert Sika auf das Marktumfeld?

Das Marktumfeld hat sich im vergangenen Jahr spürbar eingetrübt. Besonders belastend wirken die schwachen Baumärkte, allen voran in China. Dort leidet der Bausektor weiterhin unter der anhaltenden Immobilienkrise, was sich auch in der Nachfrage nach Bauchemie niederschlägt.

Sika hat auf die veränderten Rahmenbedingungen mit einem Stellenabbau reagiert: Werden weltweit bis zu 1500 Arbeitsplätze abgebaut, ein grosser Teil davon im Reich der Mitte. Gleichzeitig soll das neue Programm «Fast Forward» die Digitalisierung beschleunigen sowie Innovation und Wachstum fördern.

Wie lauten die Ziele des Managements?

Ende Oktober hatte Sika seine mittelfristigen Prognose gesenkt, weil die vom Bauzulieferer bearbeiteten Märkte deutlich an Dynamik eingebüsst haben. Neu rechnet der Konzern bis 2028 noch mit einem Umsatzwachstum von 3 bis 6 Prozent in Lokalwährungen nach zuvor 6 bis 9 Prozent.

Und weil die im Herbst gesprochenen Massnahmen Kosten nach sich ziehen, wurden auch die Prognosen für 2025 leicht gesenkt: Neu soll die EBITDA-Marge in 2025 bei «rund» 19 Prozent liegen. Ohne diese Kosten wurde unverändert ein Wert von 19,5 bis 19,8 Prozent vorhergesagt.

Wie steht es um die Aktie?

Die Papiere von Sika haben sich seit Jahresbeginn seitwärts bewegt, und schneiden damit schlechter ab als der Gesamtmarkt (SMI). Im letzten Jahr gehörten die Titel mit einem Minus von rund 25 Prozent zu den deutlichen Verlierern unter den Blue Chips.

lh/jl/ra

(AWP)