Der Rückversicherer publiziert die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 am Freitag, 27. Februar. Zum AWP-Konsens haben insgesamt neun Analysten beigetragen.

2025
(in Mio USD)           AWP-Konsens   2024   

Versicherungsumsatz      43'348    45'598
Reinergebnis              4'689     3'238
Eigenkapital             24'814    21'892

(in Prozent)
Combined Ratio P&C         80,1      89,9
Combined Ratio CorSo       88,2      89,7

(in USD)
Dividende je Aktie         7,59      7,35

Wie ist das vierte Quartal für Swiss Re verlaufen?

Auch im Schlussquartal ist es bezüglich Grossschäden relativ ruhig geblieben. Grösstes Schadenereignis war wohl der Hurrikan Melissa, der im Oktober mehrere karibische Inseln getroffen hatte. Swiss Re hat zudem weitere Belastungen über 250 Millionen Dollar in der Sparte L&H Re für die Bereinigung von «ausgewählte Portefeuilles mit unterdurchschnittlicher Performance» angekündigt, nach Belastungen über 400 Millionen in den ersten neun Monaten. Bezüglich seines Kostensenkungsprogramms dürfte Swiss Re mit Einsparungen von rund 100 Millionen Franken im Plan sein. Der Rückversicherer will bis im Jahr 2027 die laufenden Kosten um rund 300 Millionen Dollar senken.

Wird Swiss Re seine Jahresziele erreichen?

Swiss Re hat sich für 2025 einen Reingewinn von mehr als 4,4 Milliarden Dollar vorgenommen. Dieses Ziel dürfte der Konzern locker erreichen, nachdem der Reingewinn in den ersten neun Monaten bereits 4,0 Milliarden Dollar betragen hatte. Dank einem relativ schadenarmen Jahr wird er wohl auch die Zielwerte bei den Schaden-Kosten-Sätzen in den Sparten P&C Re (Sach- und Haftpflichtrückversicherung) sowie Corporate Solutions übertreffen. In L&H Re dürfte der Gewinn wegen der Portfoliobereinigung aber klar unter den angestrebten 1,6 Milliarden ausfallen. Die Aktionäre dürfen dennoch mit einer klaren Dividendenerhöhung rechnen.

Wie war der Schadenverlauf im Jahr 2025?

Für die Rückversicherungsbranche war 2025 ein relativ schadenarmes Jahr: Laut Swiss Re-Institute lag die Schadenlast für die Versicherungsbranche unter dem zehnjährigen Durchschnitt. Der klar grösste Posten in den Bilanzen der Versicherer waren mit rund 40 Milliarden die Waldbrände in Los Angeles zu Jahresbeginn. Relativ ruhig war es nicht zuletzt an der Hurrikan-Front. Zwar gab es im Nordatlantik mehrere Hurrikane der schwerwiegendsten Kategorie 5, der gravierendste war Melissa mit milliardenschweren Verwüstungen in Jamaica und weiteren Karibik-Staaten. Erstmals seit 2015 traf allerdings kein solcher Hurrikan auf US-Festland.

Was erwartet Swiss Re im neuen Jahr?

Für das Jahr 2026 hat der Rückversicherer an seinem Kapitalmarkttag im Dezember ein Gewinnziel von 4,5 Milliarden Franken ausgegeben. Gleichzeitig stellten die Swiss Re-Verantwortlichen Aktienrückkäufe im Umfang von 500 Millionen Dollar in Aussicht. Von Investoren waren die Ziele allerdings umgehend als zu wenig ambitioniert kritisiert worden. CEO Andreas Berger begründete die vorsichtigen Zielsetzungen unlängst in einem Interview mit dem volatilen Umfeld.

Wie ist die Erneuerungsrunde von Anfang Jahr verlaufen?

Wie immer interessieren sich die Investoren für den Verlauf der für Vertragserneuerungen wichtigen Januar-Runde in der Sparte P&C Re. Die Analysten der UBS etwa erwarten ein 3-prozentiges Prämienwachstum nach einem Anstieg um 7 Prozent im Vorjahr. Im Fokus stehen dabei vor allem die Preistrends: So sieht die Branche seit dem vergangenen Jahr wieder klare Preisrückgänge, nachdem die Preise zuvor mehrere Jahre lang gestiegen waren. Der deutsche Konkurrent Hannover Re hatte etwa Anfang Februar einen risikobereinigten Preisrückgang von durchschnittlich 3,2 Prozent vermeldet.

Wie hat sich die Swiss Re-Aktie entwickelt?

Die Aktien von Swiss Re haben im bisherigen Jahresverlauf einen Rückgang um etwa 3 Prozent verzeichnet. Damit schneiden sie deutlich schlechter ab als der Gesamtmarkt (SMI) mit einem Plus von rund 4 Prozent. Bereits im 2025 entwickelten sich die Titel unterdurchschnittlich.

Website: www.swissre.com

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(AWP)