Der Vakuumventil-Hersteller publiziert am Dienstag, 3. März, die Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2025. Insgesamt haben neun Analysten zum AWP-Konsens beigetragen.

2025
(in Mio Fr.)         AWP-Konsens   2024  

EBITDA                  323,5    293,7
- Marge (in Prozent)           30,1     31,2
Reingewinn              219,0    211,8

(in Fr.)
Dividende je Aktie       6,57     6,25

Was die Analysten erwarten?

Bereits im Januar hat VAT die Zahlen zum Umsatz und Auftragseingang, wie auch eine recht genaue Prognose für die EBITDA-Marge abgegeben. Grössere Überraschungen sind den Analysten zufolge daher von den 2025-Zahlen nicht zu erwarten. Entsprechend liegen die Erwartungen auch recht nah beieinander.

Der Blick richtet sich damit vor allem auf den Ausblick, insbesondere da zuletzt einige Mitbewerber mit ihren Erwartungen überzeugt hatten. Die Analysten erwarten daher auch bei VAT eine Beschleunigung der Nachfrage. Diese könnte sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte stärker niederschlagen.

In einem Interview mit AWP hatte sich Firmenchef Urs Gantner Ende 2025 zuversichtlich für eine baldige Beschleunigung gezeigt, ohne jedoch schon das genaue Timing zu nennen. Seinen Optimismus begründete er vor allem mit dem anstehenden technologischen Wandel in der Halbleiterbranche. Dieser brauche deutlich mehr Vakuum-Umgebungen, wovon VAT mit seiner Expertise überproportional profitieren könne, sagte er.

Was sind die Wachstumstreiber?

Die Wachstumsaussichten in der Halbleiterbranche sehen aktuell sehr gut aus. Dies hatten zuletzt auch starke Zahlen von den grossen Chipkonzernen untermauert. Die Investitionstätigkeit dürfte daher weiter anziehen. Einer der wichtigsten Treiber ist dabei die KI-Technologie. Bekanntlich haben Konzerne wie Google, Meta, Microsoft, Amazon, Oracle und noch viele weitere Milliardeninvestitionen in neue Rechenzentren angekündigt. Dadurch werde die Nachfrage nach Chips deutlich angetrieben werden und davon dürfte auch VAT profitieren.

Für VAT wird zudem auch die Entwicklung in China wichtig werden. Auch hier sind die Investitionen in den Halbleiterbereich gross, da das Land zunehmend unabhängig vom Ausland werden will. «Das Investitionsniveau in China wird für das weitere Wachstum der VAT Group von entscheidender Bedeutung sein» , schreibt dazu die Baader Helvea.

Geht der Boom der Aktie weiter?

Der Aktienkurs von VAT ist wegen der Zyklen in der Halbleiterbranche traditionell grossen Schwankungen unterworfen. Nach einem Boom bis Mitte 2024 durchliefen die Papiere eine längere Durststrecke. Mehrmals enttäuschte das Unternehmen mit tiefen Auftragseingängen und der erhoffte zyklische Aufschwung wurde immer weiter nach hinten verschoben. Ende 2025 haben die Papiere aber wieder zu einer starken Gegenbewegung angesetzt. Im Zuge des KI- und Technologiebooms stiegen sie wieder deutlich über 500 Franken und erreichten im Februar Rekordstände. Das Plus allein in den letzten drei Monaten liegt bei rund 60 Prozent und seit dem «Liberation Day» im April haben sie sich fast verdoppelt. Jetzt müssen die Zahlen und vor allem der Ausblick überzeugen, um das deutliche Kursplus zu rechtfertigen.

Website: www.vatvalve.com

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(AWP)