Zwar bewerteten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage besser als im Vormonat, die Erwartungen für die kommenden Monate brachen jedoch ein. Der Erwartungsindikator sank auf minus 30,7 Punkte von zuvor minus 15,3 Punkten.

Wichtige Materialien zunehmend knapp

Zudem machen sich laut Ifo zunehmend Materialknappheiten bemerkbar. Bei fast zehn Prozent der Unternehmen fehlten demnach im April wichtige Vorprodukte, im März lag der Wert noch bei knapp einem Prozent. Der Krieg im Iran beeinträchtige etwa die Produktion und Lieferung von Helium. Das Edelgas werde unter anderem in der Produktion von Chips, Batterien und Airbags eingesetzt. Etwa 40 Prozent des in die EU importierten Heliums kämen aus Katar.

Neben den direkten Auswirkungen auf die Lieferkette habe der Krieg im Iran auch deutliche indirekte Folgen: Die Unsicherheit bei Firmen und Haushalten steige und könne für Zurückhaltung beim Kauf von Neuwagen führen.

Nun kündigte US-Präsident Donald Trump am vergangenen Freitag an, er wolle Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der EU in die USA eingeführt werden, von kommender Woche an auf 25 Prozent erhöhen. Er begründete das damit, dass sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte./mxx/DP/nas

(AWP)